Willkommen bei #T-Mobile. Oder auch nicht. Haben Sie auch dieses „Internet“?

Menu:Home/Willkommen bei #T-Mobile. Oder auch nicht. Haben Sie auch dieses „Internet“?

Willkommen bei #T-Mobile. Oder auch nicht. Haben Sie auch dieses „Internet“?


Ja, aber nur geschnitten, nicht am Stück.

IMG_0036Ich habe ja schon so einiges erlebt, auch andere Netze. Und ich erlebe täglich, wie schwer es ist, bestehende T-Mo Verträge in einen Business BBA zu bekommen. Hat man sie mal drin, werden sie in der Faktura trotzdem ignoriert. Und ich postete über das große Schwesterunternehmen, und darüber, dass ich nicht verstehen kann, wie sie TAL’s ohne Rücksicht auf Verluste förmlich an die Wand „tackern“. Mit allem kam ich – nach Korrektur durch den rosa Riesen – irgendwann mal klar.
Nicht ganz, denn gerade mir einen DE-Mail Vertrag vor die Nase zu setzen, halte ich für doch schon mehr als frech. Auch ärgert mich, wie meine Kollegen mit ihren Iphone Complete X irgendwas L Business-Tarifen ihre Multisims nicht mit ihrem Audi-Connect verheiraten können und ich zusätzlich für sie einen Datentarif ordern muss, alles habe ich irgendwie noch verschmerzen können. Auch mit Hilfe des SocialMedia Teams @telekom-hilft, welches sich zunehmend als deutlich kompetenter erwiesen hat, als ein Vertriebsmitarbeiter, zuständig für die Holding meines Arbeitgebers.

Doch das hier, das schlägt dem Fass den Boden aus. Und hier ist auch für mich mal „Ende“. Es reicht. Es geht um’s Prinzip. Wir haben 2014 und wir sprechen hier immer noch über lächerliche 5 Gigabyte, die ich auf einmal nicht mehr so nutzen darf, wie ich möchte. Und ich schreibe hier nicht von „Netzneutralität“ und dem Verbot von SIP oder VPN auf dieser immer noch holprigen „rosa Datenlandstraße“, sondern über einfach mal eben so stillschweigend entfernte Features oder von AGB’s, welche nur von BWL-Schlipsträgern fernab vom echten Leben in Elfenbeintürmen geschrieben werden können. Mit Verlaub, das „Internet“, was mir Frau M. – beste Freundin vom ehemaligen Herrn O. – versprochen hat, ist nicht nur immer noch nicht da, es ist viel schlimmer – es läuft auch noch weg.

Zugegeben, ich kenne andere Carrier, auch Provider. Debitel machte unheimliche Probleme bei der Kündigung, Vodafone kam mit mehr als 20 Endgeräten in eine Zelle eingebucht nicht klar -> auf der Nature One war ich schlicht nicht mehr erreichbar – gut, das wollte ich auch nicht ;-) O2 hatte um 2005 herum nur in München nutzbares Internet. KPN’s damalige Tochter E-Plus/Base bot zwar eine preislich adäquate Flat mit „all in“, jedoch war das „UMTS“ von denen nicht mal ansatzweise „GPRS“. Irgendwann ist meinem damaligen Arbeitgeber mit E-Plus der Kragen geplatzt, weil der Sendemast während der Telefonate auf der Autobahn einen Zellenwechsel bei über 140 km/h nicht mitmachte. Und ich buchte Telekom – auch deswegen, weil bei Base damals bei EDGE-Nutzung keine Sprachtelefonie möglich war. Seitdem habe ich diesen T-Mobile-Tarif und will ihn (eigentlich) nicht hergeben.

Mein dienstlich genutzter Tarif ist uralt, und das hat seine Gründe. Es ist ein 1. Generation iPhone Tarif XL mit aufgezwungener Tarifoption Modem Nutzung S. Er bietet mir vermeintlich das, was ich brauche. Drin sind 5,1GB Inklusivvolumina, die ich samt Tethering und intensiver iPad und iPhone-Nutzung am Monatsende mindestens mal verbraucht habe. Ich habe im Schnitt 900 Gesprächsminuten, die sind ebenfalls abgedeckt. Es ist ein teures, aber dem Arbeitgeber gegenüber gerade soeben noch vertretbares Angebot. Dieser Vertrag wird ausschließlich dienstlich genutzt – und zwar voll und ganz. Meine privaten Telefonate führe ich, zunehmend um mein Seelenheil und Privatleben bemüht, inzwischen über eine anderen Vertrag (auch Telekom). Ich will ja das beste Netz.

In den damals unterschriebenen AGB’s wurde die Tethering-Option nicht ausgeschlossen (es gab sie schlicht noch nicht), auch wurde die Nutzung mit einem Surfstick mit einer Multisim definitiv erlaubt.

Zum ersten Vertragsabschluss bekam ich damals ein iPhone 3 und zwei zusätzliche Multisims, sowie einen Surfstick. Irgendwann kam iOS 3.x und die Tethering Option, und die nutzte ich ausgiebig, bis das plötzlich nicht mehr funktionierte. Offenbar war ich 2009 nicht der einzige, der mit seinem Superheftigiphonevertrag in die Röhre guckte: FSCKLOG.COM. Mir wurde die Nutzung von Tethering „versagt“, durch ein Carrier-Profilupdate, welches mir untergejubelt wurde. Ich hätte jetzt – wie jeder andere auch -jailbreaken können und meinen Geräten ein anderes Carrierprofil überhelfen können. Mir ist jedoch „unwohl“ bei dem Gedanken, einen Jailbreak durchzuführen. Mal eben die komplette Sicherheitsarchitektur eines iPhones lahmzulegen ist – mit Recht –  nicht mein Ding. Deswegen kommen mir gerootete Androids und iPhones einfach nicht an den Exchange. Das kann man mit einer MDM Lösung schön regeln. Nicht nur von mir gab es Krawall, es wurde mit Anwälten gedroht. Wie viele andere beschwerte ich mich auch, doch es half nichts. Ich musste zusätzliche EUR 4,95 draufpacken oder den Anbieter wechseln, damit ich tethering wieder nutzen kann. Am Telefon wurde mir hoch und heilig versprochen, dass ich weiterhin den „Web’n’Walk Stick“ und tethering nutzen kann und dann auch nicht mehr unter das IMEI-FANCING fallen würde. Mir wurde das sogar per Email schriftlich zugesagt, ähnlich wie diesem User hier, bei telefon-treff.de.

Gesagt, getan, es lief. Beides. Das Versprechen des Kundenberaters wurde eingehalten. Zunächst. Mit der zunehmenden Abkehr meinerseits von Windows als Client-Betriebssystem und vermehrten Nutzung von Apple Macintosh Computern habe ich eigentlich fast nur noch „Tethering“ verwendet. Es ist ja auch einfach, das iPhone ist immer da. Was nur, wenn’s denn wirklich mal leer ist und kein Datenkabel zur Hand? Dafür habe ich ja immer noch meinen Surfstick in der Notebooktasche (dementsprechend sieht er inzwischen auch aus) – Denkste.

Gestern ist der Zeitpunkt zum ersten mal gekommen, wo ich – wegen Arbeiten an der Telekomleitung (Vodafone Resale) in meinem Revier – erstmals diesen Stick wieder an meinem Lancom anstöpselte. Der kann das übrigens recht gut – mit einem Huawei E170. Zulässig laut Vertrag. Den DSL-Leitungsausfall während der Arbeitszeit wollte ich damit überbrücken. Der Ausfall kam – und: Nun ja, was soll ich sagen, ich hatte am Lancom zwar Funkempfang, aber kein Internet. Ziemlich verärgert suchte ich nach einem Ladekabel und pumpte das Stromhungrige iPhone wieder auf und stellte für die wichtigsten Endgeräte Internet via tethering bereit.

Nach dem Ausfall und in meiner Freizeit in den Abendstunden kümmerte ich mich um das Problem. Technisch war’s keins, obwohl mir die Hotline zunächst mehrfach erläuterte, dass das an meinem Computer liegen müsste. Dabei möchte ich anmerken, dass jeder einzelne Gesprächspartner unheimlich höflich und stets bemüht war, das Problem zu verstehen. Problematisch wird’s für einen Hotlinemitarbeiter immer dann, wenn das Gegenüber technisch ausschließen kann, dass ein RAS Fehler 628 auf das (zur Auswahl standen 3 physische und mindestens 4 virtuelle Windows XP bis Windows 8 mit den jeweils vom Servicetechniker gewünschten) Windows 7-Betriebssystem zurückzuführen ist. Ich wusste sehr genau, dass die Hotline keine Sierra Wireless in einem Lenovo Notebook supportet. Überrascht waren sie jedoch alle, als ich ihnen je nach Gusto binnen Sekunden die Gewünschte Betriebssystemumgebung vom QNAP bereitstellte. Dumm war, als ich argumentativ selbst nicht mehr weiter kam, und ich meine privat genutzte SIM in die Huawei-USB-Mühle einwarf, dem Support die Argumente ausgingen. Ein Hin und her, mit 212 verbrauchten Gesprächsminuten brachte uns erst heute Abend zu jenem Punkt:

Herr Lose, in Modem Nutzung S ist die Verwendung einer Datenkarte ausgeschlossen!

Ich möge doch auf den aktuellen iPhone Complete XXL wechseln, der würde „nur“ 10 Euro mehr kosten. Dann würde ich meine Datenkarte und Tethering nutzen können und hätte sogar eine Flatrate in alle Netze und dürfte VPN und VOIP machen. Mit Verlaub, habe ich geäußert, das hatten Sie mir damals schon versprochen und sogar schriftlich zugesichert. Zumal mein Arbeitgeber da auch noch ein Wörtchen mitzureden hätte. Der hatte sich zuletzt schon über die horrenden Auslandskosten geärgert – die ich für ihn selbst zur Störungsbehebung (2x 150MB) in Frankreich verbraten hatte.

In den AGB’s zur „Modem Nutzung S“ im erste Generation iPhone Complete XL Tarif steht also nun folgendes, liest mir der Hotline-Mitarbeiter vor: „Die Nutzung einer Datenkarte sei nicht Bestandteil dieses Vertrags“. Nochmal der Hinweis: Es haben sich mindestens 6 Techsupporter und 6 Salesagents um mein Problem gekümmert –  alle waren stets höflich und sehr nett. Dummerweise habe ich die Original-AGB damals zur Vertragserweiterung auf Modem Nutzung S nicht gesichert.

Für mich ist jedoch höchst zweifelhaft, ob der Bestandteil des Hauptvertrags, jener die Nutzung von Datenkarten einschließt, einfach mal so im Nachhinein (5 Jahre später) durch eine in der Vergangenheit abgeschlossenen Vertragserweiterung eingeschränkt werden darf.

Dafür habe ich zu wenig Rechtsverstand. Aber offenbar scheint das zu gehen. Einfach so. Hinweis: Ich bin T-Mobile Kunde seitdem ich für Spielberg Dokumentenmanagement integriere. Und das ist nicht gerade kurz. Für mich ist das Vorgehen des Rosa-Riesen höchst zweifelhaft. Ja, ich will das beste Netz. Und ja, ich habe es als Datenjunkie auch irgendwie immer fast geschafft, mit 5,1GB gerade mal soeben bis zum 25. des Monats über die Runden zu kommen. Doch ist mir eine technische Einschränkung meines bezahlten Volumens auf diese Art höchst zuwider. Ich werde mir dreimal überlegen, ob ich diese Rufnummer nicht meinem Arbeitgeber komplett überstelle und die Zusammenarbeit mit T-Mobile selbst komplett einstelle. Das Verhalten gleicht dem der großen Schwester: #drosselkom, jenes gottseidank gerichtlich verboten wurde.

Diese Überheblichkeit stimmt mich verdrießlich.

 

By | 2014-07-16T21:51:31+00:00 16.07.2014|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Willkommen bei #T-Mobile. Oder auch nicht. Haben Sie auch dieses „Internet“?

About the Author:

John Lose
John Lose ist Informationstechnologe und Datenreisender. Manche mögen ihn als "Aluhut-Träger" bezeichnen, denn er mag nur kleine Rechenzentren, die er selbst kennt. Public Clouds kommen für Ihn höchstens für Webseiten in Frage. John ist Katzenliebhaber, hat aber keine Katze, fährt gerne nach Südfrankreich und hört Tech-House. Mehr über John Lose erfährst Du in seiner Vita.  Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, so kannst Du auch Danke sagen, wenn Du möchtest:  >> Dankeschön <<.