@Sonos und das fehlende #Apple @itunes #Match – Ein Ausweg mit @GooglePlayMusic

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@Sonos und das fehlende #Apple @itunes #Match – Ein Ausweg mit @GooglePlayMusic

Sonos hat bei mir – sofern ich mich in meiner kleinen Wohnung umsehe – so ziemlich alles verdrängt, was man in irgendeiner Form als klassischen Zuspieler von Audioquellen betiteln könnte. Befindet sich der Sonos-Nutzer im Ökosystem Apple, ist er auf Apple Music angewiesen, wenn er seine eigene Musik nicht vom NAS spielen möchte. Tatsächlich? Ich liege falsch.

„Ich streame, also bin ich“

Und da ich mich konsequent weigere, den Dienst „Apple Music“ aus dem Ökosystem Cupertino zu buchen, da mir zum einen die monatlichen Gebühren schlicht nicht angemessen erscheinen, und mir zum anderen der angebotene DRM-Content alles andere als zusagt, hat dieser Service von Apple bei mir keinen Einzug gehalten.

Ja, 30 Millionen Titel sind da schon eine Hausnummer – sofern mein geistiger Horizont mich auf Ellie Goulding und Taylor Swift beschränkt – aber ich bin eben nicht POP. Apple bietet – sofern ich das richtig verstehe – zwei Dienste:

  • iTunes Match
  • Apple Music

Match habe ich gebucht und bin sehr zufrieden. Der für jährlich EUR25,- buchbare Service gleicht die Musikbibliothek des Computers ab und legt eine Kopie davon in der Wolke an. Alle anderen, damit verbundenen Geräte können meine Bibliothek nutzen, sofern sie das denn unterstützen – dazu gehören alle moderneren iOS Derivate, OSX und iTunes. Nicht auf dem jeweiligen Gerät lokal verfügbarer Content kann wahlweise in unterschiedlicher Qualität gestreamt oder in ordentlicher Qualität, ohne DRM in eine iTunes-Bibliothek zurückgeladen werden (Nein, es ist kein Backup).  Darüber hinaus ist dieser Service geschlossen, Sonos kann ihn nicht nutzen. Kündige ich den Dienst, kann ich meine Musik weiterhin nutzen.

Apple Music kostet monatlich EUR 10,- und bietet einen ähnlichen Dienst wie Match – jedoch mit DRM – und zusätzlich die beworbenen 30 Millionen Titel von Interpreten aus der Bohlen-Branche. Apple Music gleicht damit Deezer, Spotify, Amazon Music usw. Kündige ich diesen Dienst, kann ich die Musik nicht mehr nutzen.

Sonos und Apple Music

Seitdem Sonos die Integration von Apple Music hat, streamen die kleinen, schicken Lautsprecher – die man inzwischen auch in jedem Apple Store käuflich erwerben kann – munter musikalischen Content von den Servern aus Kalifornien. Nur eben nicht meinen: Nutzer, welche iTunes Match abonniert haben, schauen in die Röhre.


Ziel der Sache war eigentlich, meinen Audio-Content aus der iTunes Bibliothek auf einer externen Festplatte in Originalform zu sichern, und ihn dann vom NAS zu verbannen. Ein kleines iSCSI Volume sollte da dann schon reichen. Podcasts halte ich – mangels Aktualität schon länger nicht mehr in meiner Bibliothek vor. Je größer die Library wird, umso langsamer wird iTunes auf dem Rechner, nur SONOS macht mir da einen Strich durch die Rechnung, Apple Match ist nach wie vor nicht verfügbar. Fast hätte ich diesen Dienst gebucht. Mit eher schlechtem Bauchgefühl.

Google to the Rescue

Aus irgendeiner Verträumtheit  – vermutlich habe ich auf die Installation von Updates auf Servern gewartet – klicke ich durch mein Sonos, um nach neuen Diensten zu suchen und entdecke etwas, was sich dort mit Sicherheit schon länger befindet:

Na isses denn. Nachdem ich links und rechts schaue, welche Kosten da für meine Zwecke auf mich zukommen oder ob möglicherweise „Werbung“ eingeblendet wird, stelle ich fest: 50000 Songs in der Wolke kosten (im Moment) tatsächlich nichts, sofern man nicht auch noch ähnliche Dienste, wie die von Apple Music buchen möchte.  Ich habe also zum Preis von EUR 0,00 einen ähnlichen Service, wie ihn iTunes Match bietet. Halb so groß (50k Tracks), das macht jedoch nichts. Meine Sammlung – bestehend aus einigen wenigen Popderivaten und jeder Menge Ministry of Sound und Hed Kandi Compilations sind gerade mal bei knapp 30k angelangt, also wunderbar ausreichend, mit ein wenig Reserve oben drauf.


Die Einrichtung gelingt zügig, ein lokales Dienstprogramm (für Windows und Mac verfügbar) Scannt den lokalen Inhalt und versucht einen Abgleich. Das, was nicht abgeglichen werden kann, wird hochgeladen. Nach und nach erscheint meine Bibliothek in der Wolke:

und spielt klaglos in gewohnt guter Qualität auch auf meinen Sonos-Boxen:

Was mich aber überrascht ist, dass nicht nur meine Musik verfügbar ist, sondern auch meine Hörbücher. Und zwar alle, ohne Ausnahme. Und so kann ich sogar meine Hörbücher aus der Wolke streamen. Ein weiterer Vorteil und eine Bibliothek weniger, die ich für Sonos lokal vorhalten muss. Auch meine Schnulzen, ohne Ausnahme:

 

Offen bleibt die Frage, ob ich Apple’s Dienst „Match“ überhaupt noch brauche. Es gefällt mir unheimlich, Musik zu streamen und nicht auf dem Gerät lokal vorhalten zu müssen. Mit den Datentarifen der Telekom ist das (im Moment) kein Problem. Solange meine iOS-Geräte einen nennenswerten Teil lokal nicht abspeichern können, ohne dabei andere Dienste (hauptsächlich Podcasts) einzuschränken, ist – für mich – dieser Dienst im Moment „Alternativlos“. Die App von Google ist für mich nicht in Ansätzen mit der iOS Musik – App vergleichbar. Manchen dürfte das Googlederivat möglicherweise doch genügen, ich persönlich bleibe da aber lieber beim gewohnten…

Eine Wolke wäre da schon OK, doch es spricht nichts gegen zwei Wolken. Die AGB’s von Google sind, wie sie sind – doch solange ich die Kontrolle über meinen Content selbst habe, ist dagegen im Moment kein Kraut gewachsen.

Wermutstropfen: Das Hochladen der Songs könnte noch deutlich schneller sein, die Bandbreite ist um ein vielfaches der Uploadgeschwindigkeit verfügbar. Mit etwas Geduld könnte ein Teil der Bibliothek in der Größe von ca, 25k Tracks also in einem Tag hochgeladen sein, das geht in Ordnung. Ist die Musik kein POP, muss das eben hochgeladen werden. So wie das bei mir aussieht, wohl ein Großteil:

Alles in allem bin ich mehr als zufrieden. Der Service läuft adäquat, es gibt nur wenige,  weitere Pillen, die ich schlucken muss – so unterbindet Google Play Music z.B. das Hochladen von iTunes-DRM-Titeln (verständlich) und zu große Titel lassen sich ebenfalls nicht hochladen – andere berichten, dass Content, welcher mit einer anderen Google-ID gekauft wurde, sich ebenfalls nicht hochladen lässt (entfällt bei mir):

In ein paar Tagen bin ich soweit, dass ich iTunes wieder normal und in gewohnter Qualität nutzen kann. Das gefällt mir wirklich sehr gut und ich freue mich darauf, endlich zu entrümpeln.

Wenn der eine Prophet nicht zum Berg kommt, kommt eben der andere.
So ist das.

By | 2016-12-22T14:03:18+00:00 21.12.2016|Techbla|Kommentare deaktiviert für @Sonos und das fehlende #Apple @itunes #Match – Ein Ausweg mit @GooglePlayMusic

About the Author:

John Lose

John Lose ist Informationstechnologe und Datenreisender. Manche mögen ihn als „Aluhut-Träger“ bezeichnen, denn er mag nur kleine Rechenzentren, die er selbst kennt. Public Clouds kommen für Ihn höchstens für Webseiten in Frage. John ist Katzenliebhaber, hat aber keine Katze, fährt gerne nach Südfrankreich und hört Tech-House. Mehr über John Lose erfährst Du in seiner Vita.  Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, so kannst Du auch Danke sagen, wenn Du möchtest:  >> Dankeschön <<.