Kurznotiz: Linux #Ubuntu #Fedora Bugfix Standby Crash auf #Gigabyte #intel #Z790 Aorus Elite AX

Bei meinen Versuchen, Windows zu verlassen, hatte mich ein Gigabyte Board in den Wahnsinn getrieben. Nach dem Standby funktionierte augenscheinlich kein Wake. Das System reagierte nicht mehr. Dabei passierte viel mehr.

tl;dr: Deaktiviert im BIOS einfach „IOAPIC 24-119“

Meine Unvernunft dokumentiere ich mit einer Zigbee-Steckdose mit Leistungsmesser in Home Assistant. Von Standby war da nichts zu sehen, denn ein Verbrauch von exakt 150 Watt. Aufwachen war aus diesem Crash nicht mehr möglich. Die Kiste hing in einem undefinierbaren Zustand und verbraucht extrem viel Strom.

Eine Suche führte mich nach etlichen Stunden auf einen Forenpost (Link). Ein Feature namens „IOAPIC“, welches bei Gigabyte Mainboards im Standard aktiv ist, führt dazu, dass der Rechner nicht in den Standby geht, sondern in diesen abgestürzten Zustand.

Zuvor hatte fast jeder Foreneintrag auf ein Problem mit proprietären NVidia-Treibern geführt. Das konnte ich ausschließen, als ich die Hütte nicht mehr mit den proprietären, sondern den Noveau Treibern laufen ließ.

Im Bios hatte ich zuvor im Prinzip das gesamte Power Management auf links gedreht, u.A. ErP/EuP und ASPM, es führte nichts zum Erfolg. Nach dem Schwenk von Fedora nach Ubuntu 24.04 (bei dem ich vermutlich auch bleiben werde) konnte ich auch das OS ausschließen. Die KI lag in allen Fällen komplett falsch: Zunächst war’s die Grafikkarte, dann war’s Gigabyte.

Im Endeffekt ist es das Feature IOAPIC 24-119, zu finden im BIOS unter Settings / IO-Ports.

Die genauen Hintergründe dieses Features sind mir mangels Kenntnis fremd. Das Standby-Problem mit Gigabyte-Mainboards lässt sich sicher auf dieses Problem zurückführen.

Der eigentliche Held in diesem Thema ist Kiloba aus dem Manjaro Forum (Link). Danke!

Szenario:
– Gigabyte Z790 Aorus Elite AX, BIOS Version FL, FM, FN
– 13600K, 64GB DDR5 6000MT XMP
– Fedora Workstation 43, Ubuntu 25.10, Ubuntu 24.04.3 LTS
– Unbeteiligt: Geforce RTX 4080