Weihnachten fällt aus.

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Weihnachten fällt aus.

Das wünsche ich mir dieses Jahr. Ich hätte weitaus weniger Stress. Es gibt übrigens auch in Krefeld gute Buchhandlungen. Die haben alles da und man kann online vorbestellen. Aber das mit dem „Weihnachten fällt aus“ wird nicht passieren. Wir brauchen ja den Konsum.

Ich bin unreligiös. Ich habe ein anderes Moralverständnis, ein jenes, welches mit kirchlichen oder vermeintlich christlichen Institutionen nicht viel zu tun hat. Ich habe der Kirche entsagt. Dennoch wünsche ich mir, dass es etwas da oben gibt. Etwas, was Barmherzigkeit und Wärme ausstrahlt und in die Herzen der Menschen trägt.


Update: Teile des Textes wurden angepasst, um Art.5 Abs.1 und Abs.3 GG zu entsprechen. Idioten Personen werden namentlich nicht genannt, um nicht mit Art.2 Abs.1 GG i. S. d. Persönlichkeitsrechts zu kollidieren. 
 
Bislang merke ich davon nichts. Ich sehe nur, wie meine Welt, so wie ich sie sehe, immer dunkler wird. Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Ich freue mich. 2015 werde ich mit etwas abschließen, was ich schon vor langer Zeit abgeschlossen haben wollte. Das ist das einzig Positive. 2014 werde ich nicht wieder haben wollen. Ich möchte dieses Jahr am liebsten vergessen.

Mein Weihnachten ist anders. Ich freue mich auf meine Familie. Sie tut mir gut. Ich habe sie viel zu wenig gesehen und meine Schwester und ihr Mann und ihre Tochter und meine Eltern sind etwas besonderes. Ich kann schwer mit Kindern, aber ich mag diesen kleinen Wirbelwind doch irgenwie. Und ja, ich werde mir so auf die Zunge beißen, dass sie von mir nicht erfahren wird, dass der Weihnachtsmann inexistent ist. Eine Erfindung des Erzeugers des wohlmundenden, gezuckerten Getränks „Beaujolais du Texas“. Irgendwann einmal, dann werde ich mit ihr auch über Politik streiten können. Bis dahin werde ich wohl akzeptieren müssen, dass Unterhaltungen permanent unterbrochen werden und irgendwo immer mal wieder irgendetwas zu Bruch geht. Aber das sind nur materielle Dinge. Bei meiner coolen Familie habe ich übrigens gelernt, dass es nicht schlimm ist, wenn mal Geschenke fehlen. Es ist viel wichtiger, dass alle da sind.

Alle Menschen, die ich mag, die hören jetzt bitte auf zu lesen. Ich wünsche Euch ein wunderschönes Fest mit Eurer Familie. Dass es Euch gut geht. Dass Eure Gebete erhört werden. Dass Ihr gesund seid. 

Materielle Dinge können auch gut tun. Ein Haus, ein Dach, etwas zu Essen. Ein Land, in dem es Frieden gibt. Die Möglichkeit, etwas zu teilen. Die anderen Dinge sind, so wie ich gelernt habe, auch überflüssig. Auch wenn ich es mir so sehr wünsche, mal einen DBS bewegen zu dürfen, hat das für mich selbst keine materielle Bedeutung. Ich möchte es nur mal erleben. Auf der Transfagarasan. Mein unerreichbares Ziel kollidiert mit der Realität. Dafür müsste ich ein Alphamännchen sein. Das bin ich nicht. Also steht es mir auch nicht zu. Ein Ziel kann ich schon nicht mehr erreichen: Kazantip. Das liegt an einer Auseinandersetzung zwischen der NATO und den Warschauer Vertragsstaaten. Weil sich Alphamännchen auf beiden Seiten gegenseitig nicht riechen können und ständig ihre Muskeln spielen lassen, ohne Rücksicht auf Verluste.

Darwin.

Offensichtlich kollidiere ich auch in meiner eigenen, ganz persönlichen Moral mit diesem Land. Ich bin nicht so gemacht oder gebaut oder gedacht, als dass ich anderen etwas missgönne. Zumindest nicht das Recht auf eine Chance, würdevoll zu leben. Oder gar zu überleben. Ich setze mich viel lieber für Menschen ein, die verloren haben. Die in dieser Gesellschaft keinen Raum finden.

Ich passe hier nicht hin. Meine Wahrnehmung ist, dass sich die Deutsche Gesellschaft einen Scheiß um andere Menschen kümmert, sondern weiterhin nationalsozialistischen Ideen folgt. Sie nennen das Patriotismus. Sie schüren das mit der Angst vor einer ihr fremden Religion. Sie vergessen dabei, dass sie Profiteure des Leids derer sind, die über das Mittelmeer schwimmen oder über Schleuser aus Syrien für viel Geld in dieses Land reisen. Weiterhin vergessen sie, dass unser Sozialbiotop ohne Zuwanderung kippt.

Jesus würde wohl kotzen.

Auch wenn ich ihn persönlich nicht kenne, finde ich jedoch einige seiner Moralvorstellungen gut. In einem Buch, welches ihr in diesen Tagen wohl vermehrt zumindest hören werdet, heißt es „Jesus Christus spricht: Wer einen Fremden aufnimmt, der in Not ist, der nimmt mich auf – wer einen Fremden, der Hilfe braucht, zurückweist, der weist mich zurück.“ (Matthäus 25, 31-46)

Ich habe von so etwas ja keine Ahnung, doch ich meine, Caspar, Melchior und Balthasar, jene dem Stern folgten, die waren auch alle nicht rosa und in gleicher Glaubensrichtung gepolt. Und ob’s jetzt eine Volkszählung war oder nicht, Maria und Joseph, die haben auch ein Dach über dem Kopf gesucht.

Immerhin lässt sich mit der Flucht anderer ja auch noch Geld verdienen. Jedoch zu wenig, als dass man gebildetes Sicherheitspersonal einsetzen würde. Getreten und gedemütigt wurden die Menschen schon auf ihrer Flucht, doch hier geht es weiter. Und schon wieder brennen die ersten Häuser, versehen mit Hakenkreuzen.

Darwin.

Diese Bewegung, die da jetzt gerade im Gange ist, die findet Weihnachten, das Fest der Barmherzigkeit also ganz besonders scheiße.

Wisst ihr was? Ich finde Euch scheiße.

Irgend so ein von anderen tituliertes Rindviech, dessen geistige Weitsicht von Bergisch Gladbach bis Bergisch Gladbach reichen solle, sei der Meinung, man müsse die Sorge und Ängste der Menschen, die da von einigen Führern auf die Straße in Dresden verführt werden, ernst nehmen.

Ich denke mir, ich muss nicht mit Nazis reden. Führer hat’s genug gegeben. Dumme, die ihr Hirn nicht benutzen auch. Dieses Land ist wegen dieser Mitläufer für alle Ewigkeit verdammt. Warum auch. Die Menschen sind nicht mehr erreichbar. Fernab der Begrifflichkeit von wirtschaftlichen Zusammenhängen. Dumm. Gefährlich. Sie bedrohen mich.

Wir haben so viele Probleme in dieser Welt, für die es sich lohnt, auf die Straße zu gehen. Eure Gewählten machen das, was uns in Gefahr bringt (NSAUA, Post-Snowden, Lobby, TTIP, CETA). Ihr seid zu dumm, zu begreifen, dass uns das wirklich schädigt. Warum geht ihr nicht dagegen auf die Straße. Warum tut ihr nicht etwas sinnvolles. Etwas für Menschen und nicht etwas gegen Menschen. Etwas, was lohnenswert ist. Dann dürft ihr auch gerne „Wir sind das Volk“ hetzen.

Die Mimimi-Medien in diesem Land brauchen sich wirklich nicht zu beklagen. Das hätte manche Propagandisten aus der NSDAP nicht besser hinbekommen:

spiegel
Ganz vorne weg, wie immer, dieses Scheißblatt, in jenem noch nicht einmal toter Fisch eingewickelt werden will:

bild
Diejenigen, die dem Koran unmoralisches vorwerfen, mögen mal einen Blick in einen anderen Teil ihres „Buches“ werfen. Wie gesagt, ich habe von dieser Religionskacke ja keine Ahnung, aber manch’ Christen, die über den Islam hetzen, sollte bei Lesung des alten Testaments wohl die Schamesröte in’s Gesicht steigen. Bei so viel Porno, Mord und Totschlag hätte die Bibel von mir noch nicht einmal eine Freigabe ab 18 erhalten.

Unchristlich gesprochen: Euch, die Ihr heute Unbarmherzigkeit predigt, Euch wünsche ich die Pest. Cholera. Dass Euch der Baum abbrennt (Sorry, liebe Feuerwehrmänner, ich mag Euch wirklich. Ihr macht wirklich etwas gutes. Danke, dass es Euch gibt). Ich habe nichts, aber auch überhaupt nichts für Euch Pegidisten übrig. Euren Kindern wünsche ich Bildung. Da ist vielleicht noch etwas zu retten.

Wenn das so weiter geht, bin ich hier weg.

Dann könnt ihr mich wirklich alle mal.
Dann hält mich hier nichts mehr.

Ein „Gutmensch“ weniger.
Frohes Fest.

By | 2014-12-30T01:09:13+00:00 24.12.2014|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Weihnachten fällt aus.

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John Lose
John Lose ist Informationstechnologe und Datenreisender. Manche mögen ihn als "Aluhut-Träger" bezeichnen, denn er mag nur kleine Rechenzentren, die er selbst kennt. Public Clouds kommen für Ihn höchstens für Webseiten in Frage. John ist Katzenliebhaber, hat aber keine Katze, fährt gerne nach Südfrankreich und hört Tech-House. Mehr über John Lose erfährst Du in seiner Vita.  Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, so kannst Du auch Danke sagen, wenn Du möchtest:  >> Dankeschön <<.