„Dat Watch“: #Apple #Watch nach einem Monat Nutzung

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„Dat Watch“: #Apple #Watch nach einem Monat Nutzung

Eigentlich habe ich mich dagegen gewehrt. Ich wollte keine haben wollen. Oder so. Das nicht haben wollen hat nach ziemlich langer Zeit dann doch verloren und ich habe nachgegeben. Nun könnte ich für die nächste Ausführung auch den Richard Nixon Lame Excuse Award bekommen, aber es ist nunmal so. Sie macht manche Workflows einfacher. Aber sie macht nicht glücklicher. Und auch nicht reicher. Sie tut das, wozu sie angeschafft wurde.

Wer jahrelang iOS nutzt kennt das. Es summt. Und man kramt das Telefon aus der Tasche. Je nach Konfiguration gibt man den PinCode ein oder entsperrt mit dem Fingerabdruck und schaut sich die Benachrichtigung an, oder man hat die Benachrichtigungen schon auf dem Sperrbildschirm. Das ist suboptimal, zumindest, wenn man Benachrichtigungen bekommt für Dinge, die einen doch nicht interessieren. Jetzt hat man die Möglichkeit, nervendes, wiederkehrendes im Postfach mit Unterordnern und Filterregeln zu definieren. Aber dann sind da immer noch die ganzen anderen Benachrichtigungen der Apps. Bereits auf dem iPhone kann man diese selektiv bewerten aber es bleiben die Blicke auf das Telefon. Oftmals auch in ungünstigen Situationen. Wenn man dann nicht gerade City Safety von Volvo als Schutzengel besitzt, kann das auch schonmal zu einem Verkehrsunfall führen. Und ja, es sollte sogar mehr Punkte dafür geben, wenn ein Mobiltelefon während der Lenkung eines Kraftfahrzeugs benützt wird.

Und das ist auch der Grund, warum ich dieses kleine Ding jetzt besitze. Ich habe die Stahlvariante mit dem Milanese Loop von Cyberport ergattert. Wenn schon, denn schon. Hätte ich sie online gekauft, hätte ich mir wahrscheinlich ein nachgemachtes Armband zugelegt. Die sind inzwischen auch schön, wie ich bei meinem Freund Marko erleben konnte, doch irgendwas ist ja immer. Und so stimmt die Verarbeitungsqualität bei einigen Derivaten zwar schon, doch ragt hier und da z.B. der Armbandträger 1/3 Millimeter über das Gehäuse hinaus und das ist für einen Perfektionisten dann doch störend. Ich bin ja deswegen manchmal schon von mir selbst genervt. Cyberport zu Essen hatte einen freundlichen Angestellten, jener das Kauferlebnis nahe an jenes eines Apple-Store brachte. Fast würde ich meinen, der ganze TamTam wäre leicht überzogen, glaube aber, dass das von Apple so gewollt ist, ganz so wie die Frage „Entspricht das so Ihren Wünschen“ bei Subways. Nachdem mehrere Armbänder ausprobiert wurden habe ich mich auch von dem sündhaft teuren Gliederarmband gelöst (Gottseidank) und der Milanese Variante zugewendet. Im Set bei Kauf spart sich so doch eine Menge Geld, dennoch ist der Gesamtpreis jenseits von Gut und Böse, das ist mir bewusst.

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Korpus
Die Uhr selbst ist wahrlich zierlich, selbst in der 42mm Variante. Ich persönlich komme mit dem Milanese Armband sehr gut zurecht, es lässt sich wirklich kinderleicht und ohne Verrenkungen wie z.B. bei den Plastikderivaten anlegen und ich meine sogar, dass sie sporttauglich ist. Deswegen, weil es durch den guten Magneten so gut schließt und nicht wackelt. Dennoch ist eine Notreserve da, um Zugentlastung bei seltenen Handgelenksverrenkungen zu bieten, etwas, bei jenem das Gliederarmband meiner geliebten Suunto Core schon einmal nachgegeben hat. Plastik fühlt sich meiner Meinung nach auch nicht so gut auf der Haut an. Unter dem Milanese schwitze ich auch nicht, denn durch die Vermaschung kann die Haut wunderbar atmen. Sie wiegt auch mit dem Armband sehr wenig. Ein Bruchteil meiner Suunto Core Steel, wenn ich das mal so sagen kann. Und so fällt es kaum auf, dass ich sie trage. Auch beim Tippen dieses Beitrags stört sie mich nicht. Sie besitzt insgesamt drei Bedienelemente, das Dreh-Drückstellrad oder die Krone, und einen Button. Die Druckpunkte sind recht gut fühlbar und ich meine sogar, dass sie sehr hochwertig verarbeitet sind, so dass man keine Sorge haben muss, dass sie irgendwann mal den Geist aufgeben. Die Uhr selbst wirkt sehr robust. Ich habe in diesem Monat auf dem Gehäuse noch keinen einzigen Kratzer und auch das Display ist noch in dem gleichen Zustand, als ich es gekauft hatte. Auch Händewaschen sind für die Uhr kein Problem. Dennoch würde ich als Handwerker vermutlich nicht mit dieser Uhr arbeiten wollen, es sei denn, ich habe ein anderes Armband oder irgendetwas, was das Gehäuse samt Display schützt. Schade finde ich, dass Apple die Wasserschutzstufe nicht höher deklariert hat, denn sie soll – so wie viele Blogs schreiben – mehr als nur kurzes Eintauchen in Wasser aushalten.

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Display
OLED (!). Ein Schwarzwert, als ob es kein Morgen gäbe. Brilliant, hochauflösend. Und OLED hat einen entscheidenden Einfluss auf den Stromverbrauch. Es ist unheimlich leicht ablesbar und kann schon Spaß machen. Die Zifferblätter sind über einen stärkeren Druck austauschbar, jedoch ist es nicht möglich, eigene in Homebrew-Manier zu fertigen, wie es z.B. bei der Pebble der Fall ist.  Ich bin der klassischen Ziffernblatt-Variante angetan, in jener kann ich meine Termine sehen (im Moment – Urlaub – keine Ereignisse) und ich kann die Temperatur ablesen und sehe den Akkuzustand.

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Haptik
Anders. Neu. Und nicht so ganz, wie bei iOS. Es gibt die bereits zwei besagten Buttons. Nun ist der untere Drückbutton nicht etwa dazu da, um zurück in den Homescreen zu kommen, sondern er ruft die Freundesliste auf, die man sich zurechtlegen kann. So kann ich, ohne das Smartphone zu benützen entweder der Person auf’s Handgelenk tippen, mit der Hilfe von Siri oder einer Audioaufzeichnung eine Nachricht schreiben, oder sie direkt von der Uhr aus anrufen. Nun ist das mit dem Anrufen über die Uhr schon ein wenig Michael Knight-mässig, funktioniert aber in ruhiger Umgebung erstaunlich gut. Immer dann, wenn man mal gerade nicht weiß, wo das iPhone gerade liegt und dass passiert – sofern man eine Apple Watch besitzt – dann doch häufiger.

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Die Krone als zweites Eingabeelement hat zunächst über die Druckfunktion die Möglichkeit, die App-Übersicht anzuzeigen, oder zurück auf das Uhrendisplay zu wechseln. Mit einem Doppelklick komme ich in die zuletzt jeweils aktive App auf der Uhr oder kann zwischen zwei Apps schnell wechseln.

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Das Display selbst hat die Möglichkeit über eine Wischgeste von unten nach oben in die sogenannten „Checks“ zu gelangen, das sind die Startbildschirme der jeweiligen Apps. Von hier aus habe ich einen schnellen Überblick über die mir wichtigsten Apps und bin schnell informiert. Ein weiterer Druck aktiviert die Apps selbst. Leider müssen sich manche noch ein wenig um Lokalisierung oder generelles UI-Design kümmern. Cool sind die Hilfsfunktionen, so finde ich mein iPhone dann doch irgendwann mal wieder.


Die Tipp- und Wischgesten selbst sind dann doch ähnlich zu einem iPhone, doch die neue Funktion durch stärkeres Drücken will auch erstmal erlernt werden.
Eine Wischgeste von oben nach unten öffnet die Benachrichtigungen, sofern welche vorliegen. Das wird in der Uhr an einem roten Punkt gekennzeichnet.

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Der Lagesensor erkennt, ob ich mein Handgelenk drehe und aktiviert so z.B. das Ziffernblatt oder zeigt die aktuelle Benachrichtigung an. Das gelingt nicht immer. Und manchmal auch, wenn ich es nicht will. So ist z.B. beim Rangieren in meinem Volvo die Uhr öfters aktiv, oder beim verlegenen Streichen durch das Gesicht. Manche werden schon bemerkt haben, wie jemand auf seine Uhr blickt, denn die Armbewegung bei Trägern einer Apple Watch wird deutlich markanter sein, als bei Trägern einer gewöhnlichen Uhr. Doch daran gewöhnt man sich in nicht einmal einem Tag.

 

Bedienung
Geht inzwischen sehr leicht von der Hand. Mit WatchOS 2 sind die mir wichtigen Apps inzwischen Nativ und benötigen keinen Zugriff auf die iPhone-App, es entfällt die lästige Ladezeit über Bluetooth. Auch so geht die Bedienung recht schnell von der Hand. Die Apps sind schnell geladen und alles macht einen flotten Eindruck. Immer mal wieder hakt es bei Drittanbieter-Apps, doch nicht bei den mir wichtigsten, mit Ausnahme Volvo. Die müssen echt noch „einiges“ nachbessern.

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Vibrationen
Neu und sehr gut. Es ist eben nicht der Vibrationsmotor, der in jedem Telefon zuhause ist. Es fühlt sich an, als ob mir jemand auf das Handgelenk tippt. Man kann die Watch so konfigurieren, dass je nach Art des „Tippens“ unterschieden werden kann, welche App mich benachrichtigt. Das funktioniert alles wirklich sehr, sehr gut, ich bekomme alle Benachrichtigungen so, wie ich mir das vorgestellt habe.

 

Benachrichtigungen
Dennoch ist es bis dorthin ein weiter weg. Und teils liegt die Konfigurationsaufgabe innerhalb des iPhones und innerhalb der Watch, sofern man nicht von seinem Mobiltelefon selbst ge“DOS“t werden möchte. Es ist schon notwendig, dass man jede App im Benachrichtigungscenter selbst konfiguriert, die einem wichtig erscheint. Auch die Verwendung von Email will gelernt sein. Man kommt bei manchen leider nicht um die Verwendung von Email-Regeln umhin. Ein Handgelenksdreh zeigt dann die neue Benachrichtigung an, ein Wischen von oben nach unten dann die jeweils nächste. Man kann die Benachrichtigung dann sofort löschen, und ist so selbst beim Fahren eines PKW’s auf der sicheren Seite. Zum einen ist das Ablesen des Sendernamens in Bruchteilen einer Sekunde erledigt und zum anderen ist das unangenehme Gefühl verbannt, man könne etwas wichtiges verpassen. Dennoch bleibt die Nachricht als neue Email erhalten und man kann sie dann später in Ruhe abarbeiten, sofern man sie nicht durch eine weitere Aktion an der Uhr auch direkt löscht. Das ist der immense Sicherheitsgewinn, den ich mir von dieser Uhr versprochen habe und das gelingt auch perfekt. Und ich gebe zu, hätte Volvo das so in Sensus Connect eingebaut, hätte ich mir wahrscheinlich doch keine Apple Watch zugelegt.

Messaging
Ich kann antworten. Auf Kurznachrichten und Emails. Und zwar relativ sinnvoll. Erkennt das Ding eine Frage, so werden gleich die wichtigsten Vorschläge als Antwort mit angeboten:

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Das spart Zeit und ist wirklich kinderleicht. So kann man den iMessage, Email oder SMS-Chat wunderbar vom Handgelenk aus abarbeiten. Auch Siri ist eine gute Hilfe, um ohne Tastatur zum Ziel zu kommen, sollten die vorgegebenen Antworten nicht ausreichen.

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Ebenso verbreitet sich gerade eine neue Möglichkeit der Kommunikation. Mit Antippen kann ich meinem Freund auf’s Handgelenk tippen. Auch die Intensität und die Tippgeste selbst wird übertragen. Man kann sich so unbemerkt von anderen vice versa, nur durch Antippen unterhalten. Sollte man in Unterhaltung mit einem oder einer dritten sein, könnte man auch den Pulsschlag übertragen, um den anderen z.B. im Sinne von „Ich hab Puls!“ als Intervenierungsstrategie hinzuziehen. Gedacht ist diese Funktion wohl doch eher, um die enge Verbundenheit zu seinem/seiner nächsten zu bekunden und nicht dafür, um anzudeuten, dass man bei einer gemeinsamen Radtour wohl doch aus der Puste kommt.
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Die Features sind in Form von API’s für alle Apps nutzbar, nur die wenigsten können das. Hier bleibt abzuwarten, wer das wie integriert.

 

Gerätealltags-Wahnsinn
Jetzt habe ich ein iPhone, ein iPad, und diverse Macs, die mich benachrichtigen können. Das kann schonmal überfordern. Der geübte greift dann zu der Benachrichtigungsform, die am besten funktioniert und das ist nunmal die Apple Watch. Ich kann in OSX und auf dem iPad jetzt alle Benachrichtigungen deaktivieren, und das gefällt mir sehr gut. So bin ich tatsächlich schneller. Etwas erschrocken bin ich schon, denn die geräteübergreifende Arbeitsweise einiger Apps funktioniert erstaunlich gut. Habe ich auf der Uhr einen Kalendereintrag geöffnet, so sehe ich diese Information auch an meinem Mac-Bildschirm und kann sofort interagieren. Alter Falter! Das ist richtig gut. Das entschlackt alles irgendwie und macht das Leben im Berufsalltag einfacher. Dir Kopplung des Menschens über dieses Interface an die Maschine ist in vielerlei Hinsicht dann doch schon etwas fragwürdig, ebenso, wie schnell ich mich daran gewöhnt habe. Mir gefällt’s bisweilen doch sehr.

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Kabelsalat-Wahnsinn am Nachttisch.
Da stand bislang ja schon eine Menge, nämlich eine Sonos Box, ein iPhone-Dock und ein Snom-Telefon. Ab und an ist da auch noch ein Netzteil für mein MacBook zu finden. Die Netzteile stecken alle irgendwie hinter meinem Nachtisch in einer mit Montageband montierten Dreifach-Steckdose, doch jetzt soll noch ein Netzteil dazu kommen, und dieses unheimlich starre Kabel mit der Magsafe-typischen Aufnahme für die Apple Watch. Richtig doof! Zunächst mal weil das eindeutig zu viele Kabel sind und zweitens weil das wirklich zu fuzzelig wird, alles irgendwie zu laden. Es sieht auf dem Nachttisch chaotisch aus. Und wenigstens da hätte ich gerne Ordnung in meinem Leben. Ich hätte gerne ein System für beides. Verdammt nochmal, warum kann Apple sowas nicht anbieten. Es gibt so ein wirklich schickes Kissen doch das hat mit der Alltagspraxis recht wenig zu tun. Ich werde mir denn wohl, sofern verfügbar, dieses sündhaft teure Belkin Valet zulegen müssen. Das nächste Objekt der Begierde kommt also zwangsläufig:

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Einrichtung
Die Koppelung ist echt schon ein Hingucker. Und denkbar einfach. So einfach, dass ich es kurz vor Heimfahrtantritt erledigt habe. Ich wusste schon, dass das Synchronisieren der Apps einige Zeit in Anspruch nimmt, so dass alles fertig war, als ich mein Fahrziel nach dem Einkauf mit fertig installierter Watch erreicht hatte. Die App selbst jedoch ist überladen und könnte deutlich übersichtlicher sein. Hier erschließt sich manchem Nutzer erst nach einiger Zeit ein Teil der Funktionen:

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Apps
Davon hängt die Apple Watch (auch) ab. Threema bietet z.B. noch keine Unterstützung, ebenso z.B. Sonos. Twitter jedoch schon, Facebook nicht. Oh Mann, was ein Durcheinander. Bei jenen Anbietern, welche keine Watch-Apps besitzen, kann ich zwar benachrichtigt werden, jedoch nicht mit der Nachricht interagieren. Das ist doof. Und manche App-Hersteller müssen sich auch noch daran gewöhnen, im UI-Design von Apple zu bleiben. Es ist zwar richtig sinnvoll, meinen Volvo auch mit der Uhr zu bedienen, z.B. morgens, um die Standheizung zu aktivieren oder das Fahrzeug zu lokalisieren, aber ich hätte gerne ein UI-Design ohne Hintergrundbild. Gerne darf auch das Buttondesign von Apple übernommen werden. Würde es so gemacht, würde ich hier keinen Medienbruch empfinden – sowas mag ich einfach nicht – und OLED-Prinzip bedingt weniger Energie verbraucht werden. Echt mal, Volvo, das ist nicht nur suboptimal, das geht gar nicht:

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Die native Twitter App bietet mir zwar die Timeline, doch bei der Fülle an Tweets wird das wohl niemand auf der Watch benützen wollen, viel mehr die Interaktionstimeline, die fehlt jedoch. Auch in der Apple Watch fehlt Instagram weiterhin die Abo-Funktion – sprich – ich werde nicht benachrichtigt, wenn meine herzallerliebste Schwester mal wieder ein süßes Foto von ihren Lütten postet. Stattdessen muss ich umständlich durch die unendlich große Instagram Timeline blättern. Das ist unnötig.

Gelungen finde ich die Shazam App, ebenso jene von 1Password: Nach Unlock sehe ich die wichtigsten Passwörter, die ich immer mal wieder brauche, mir aber nicht im Kopf bleiben wollen.  In 1Password auf dem iPhone kann ich selbst selektieren, welche Informationen auf der Watch dargestellt werden sollen. So hätte ich das gerne für einige andere Apps auch.  Mir schwant – bei einigen wurde einfach nur ein bisschen dranprogrammiert, nur um sagen zu können, man hätte was für die Apple Watch. Doch nicht alles ist suboptimal – Overcast hat eine Unterstützung, wie ich sie mir wünsche. Das wird bahnreisende Podcastfans freuen. Viele Drittanbieter-Entwickler müssen m.E. dennoch in WatchOS2 nachsitzen. Der Rest von Apple selbst stimmt. Ich habe alles, was ich brauche. Timer, Stoppuhr, und natürlich den ganzen Tralafiti, den andere Smartwatches auch bieten.

 

 

Komplikationen – WatchOS2
Sind kleine Symbole, die anwendungsspezifisch verwendet werden können. Bei manchen – z.B. OneFootball funktioniert das, und so würde eine Check-Seite entfallen können, doch manche bieten das zwar an, aber sie funktionieren dann einfach nicht, wie z.B. die Komplikation von Volvo, obwohl sie mir selbst sehr wichtig wäre. Ich kann sie nämlich einfach nicht aktivieren, obwohl sie angeblich vorhanden ist. Ist nicht so. Geht nicht. Braucht wohl noch etwas.

 

Was ich bemerkt habe
Die Apple Watch läuft länger, als die angegebenen 24h. Das iPhone wird sehr selten aus der Tasche gezogen, eigentlich nur noch, um zu telefonieren oder um umfangreiche Emails zu lesen. In der Einrichtungsphase meckerte mein WiFi-Controller über ein neues Device. Der Mac-Filter kannte das Gerät nicht, und so wurde mir klar, wie die Watch eben auch kommuniziert. WiFi scheint wesentlich weitreichender zu sein, als Bluetooth 4.0.  Zellenroaming scheint bei ihr jedoch weitaus problematischer zu sein, als bei dem wirklich pflegeleichten iPhone. Man sollte eben im Hinterkopf haben, dass die Watch sich der Keychain des iPhones bedient und ebenso in die Netze einbucht, jene das iPhone auch nutzt, also bei Freunden und im Freifunk. Mein iPhone 5s unterstützt nicht die neuen Bluetooth-Standards der neueren Geräte, jetzt muss es deswegen wohl ebenso jede Nacht einmal volltanken, vor Apple Watch Zeiten hat es noch gut 3 Tage durcharbeiten können.

 

Fazit
Definitiv überhaupt kein Spielzeug, viel mehr ein wichtiges Instrument. Also lacht nicht, wenn Ihr irgendwen mit einer Smartwach seht. Die Dinger sind sinnvoll. In der Anschaffung leider auch sehr teuer. Weniger wertstabil als meine Suunto Core, dennoch brauche ich nicht immer die allerneuste Apple Watch, sofern denn ein Nachfolger kommt. Für mich sie definitiv wirklich wichtig und hat als zentrale Benachrichtigungszentrale eine verantwortungsvolle Aufgabe. Dafür ist sie angeschafft worden. Ein Alltagserleichterungsinstrument. Eigentlich bitter notwendig. Damit die Apps selbst auch genutzt werden können, ist eine Menge Potential nach oben da, aber noch ungenutzt. Das geht besser, ist mir aber nicht so wichtig, wie das zuvor genannte Kriterium. Ausgenommen hiervon sind Volvo On Call, Twitter, Sonos und Facebook. Diese Sachen sind mir definitiv wichtig, hier fehlt es noch an Qualität oder Verfügbarkeit. Der Health-Kram ist zwar da, wird von mir aber nicht genutzt. Auf Spielereien, wie z.B. Telefonie mit der Uhr, Photos oder Musik kann ich ebenso dankend verzichten, dafür habe ich ein Telefon. Wichtiger ist mir, die Steuerung von z.B. Musik-Apps auf dem iPhone selbst. Und das kann sie bereits. Sie fühlt sich sehr gut und wertig an und sie stört nicht. Das Ladekonzept gefällt, weniger die Batterielaufzeit. Sie ist um gefühlte 50% zu teuer. So teuer, dass nicht jeder sie sich leisten kann, das finde ich schade.

By | 2015-12-30T17:34:19+00:00 30.12.2015|Allgemein, Techbla|Kommentare deaktiviert für „Dat Watch“: #Apple #Watch nach einem Monat Nutzung

About the Author:

John Lose
John Lose ist Informationstechnologe und Datenreisender. Manche mögen ihn als "Aluhut-Träger" bezeichnen, denn er mag nur kleine Rechenzentren, die er selbst kennt. Public Clouds kommen für Ihn höchstens für Webseiten in Frage. John ist Katzenliebhaber, hat aber keine Katze, fährt gerne nach Südfrankreich und hört Tech-House. Mehr über John Lose erfährst Du in seiner Vita.  Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, so kannst Du auch Danke sagen, wenn Du möchtest:  >> Dankeschön <<.