Randnotiz – #Nikon #D5300, mein erster Einstieg in die DSLR-Fotografie

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Randnotiz – #Nikon #D5300, mein erster Einstieg in die DSLR-Fotografie

Ich mag Fotos. Also Fotos schießen. Eigentlich habe ich davon überhaupt keine Ahnung, aber es ist etwas, was mir seit langem fehlende und zumindest etwas innere Ruhe bringt. Mir fehlt immer noch eine Menge Wissen, aber ich kann schon ein wenig sagen, was mir gefällt und was mir nicht gefällt. An dieser Kamera und an den Beweggründen für diese Kamera zum Beispiel. Meine über alles geliebte D5300. Ein paar Objektivempfehlungen kann ich auch geben. Und ich will auch Danke sagen, an Dennis und Martin.

Der Hauptbeweggrund für diese Kamera war, als ich mal wieder Richtung Frankreich unterwegs war. In der Tasche hatte ich ein iPhone. Wird schon reichen, dachte ich mir. Natürlich, auf dem kleinen Display sah das, was ich geschossen hatte, phänomenal gut aus, die Landschaften und die Berge und das Panorama hatte ich eingefangen. Drei Wochen später, am Rechner zuhause, kam das üble Erwachen. Auf meinem Cinema-Display. Kein Foto war scharf. Alles war irgendwie schwammig. Dafür brauche ich kein Apple-TV. Eher habe ich mich dafür geschämt. Zeigen wollte ich das nicht. Und erfreuen konnte ich mich daran schon gar nicht. Die Erinnerungen in meinem Kopf waren allesamt viel schöner, lebendiger. Die Bilder waren quasi tot. Schöner machen kann man solche Fotos auch nicht:

panoiphone

(2014, von Grenoble nach Norden, durch die Schweiz)

Sicher. Man kann ein wenig Panorama mit dem iPhone schießen, aber das war’s dann auch. Es ist verrauscht. Kein Wunder. Die kleine Linse ist mit viel zu viel Megapixeln ausgestattet. Das funktioniert so nicht. Die Software im Telefon rechnet schon viel zu viel schön, mehr wird da tatsächlich nicht draus.

Immer wieder habe ich bewundernd zu meinem lieben Freund @dietanu geschaut. Der knipste häufig und sehr gut mit einer Sony Alpha. Kein Neid dabei, Dennis hat einfach ein gutes Auge. Und irgendwann habe ich auch WRINT zum Thema gehört. Dennis ist mit einer Systemkamera unterwegs und hat – mit Verlaub – ziemlich teure Objektive dabei. Kann ich mir sowas überhaupt leisten? Günstiger wird es da schon mit der Software – Lightroom habe ich bislang nie angewendet, hatte ich davor doch auf Apple’s Aperture gesetzt, was leider später nicht mehr weiterentwickelt wurde.

Nun denn. Ich habe mich umgesehen. Für mich stand fest, ich kann nur mit einer DSLR (Spiegelreflex) lernen. Systemkameras können eine Menge, fast zu viel. Sie haben sicherlich eine Menge Vorteile, aber ich wollte es ja von Grund auf lernen. Canon war aus dem Rennen raus. Zum einen habe ich ein Unbehagen dabei, diese Kameras mit mir rumzutragen, sie erinnern mich viel zu viel an meine Arbeit, ebenso hatte ich negative Erlebnisse im Support und Service. Panasonic war gut, hatte aber nichts passendes und Fuji, Sony oder Pentax konnte ich nicht bedienen.

Es gab da was, was ich sehr gerne mochte: Eine Nikon. Das Auslösegeräusch sagte mir zu. Tatsächlich, das Auslösegeräusch, welches das Spiegelklappen vor dem Sensor erzeugt, gab bei mir den Kaufanreiz. Ihr mögt mich jetzt für bekloppt halten, aber es war so.

Weiterhin hat Nikon ein sehr gutes Menü in den aktuellen Kameras (ohne Touch Display). Ich konnte es hervorragend bedienen. Für mich war besonders wichtig, das Zusammenspiel zwischen Blende und Auslösezeit zu erlernen und dabei unterschiedliche Tiefenschärfen oder Bokeh’s zu bekommen (so nennt man das, glaube ich).

nikon_d3300

(Nikon Standardmenü einer D3300)

Mit einem Einstellrädchen ist alles schnell erreicht und konfiguriert. Nun gab es bei Nikon einen absoluten Einsteigertipp. Die D3300 hat quasi denselben Sensor, jene die D5300 und die D7200 besitzt. Er löst ordentlich auf, viel schärfer, als die Kit-Linse (18-55 VRII) leisten kann, aber das ist erstmal nicht schlimm. Ebenso hat sie sehr gute Programme, um eben diese Features zu erlernen. Doch diese Programme waren nicht notwendig. Ich hatte nämlich das beste Programm dabei, was man sich denken konnte: Einen guten Freund. Dennis ging mit mir auf Tour und brachte mir spielend – nebenbei – die wichtigsten, wissenswertesten Dinge bei. Im Landschaftspark Nord waren wir, z.B:
joe_d3300

(Icke, beim Erlernen von Tiefenschärfe mit Dennis)

Und ich kam in Nullkommanix zumindest in Ansätzen auf einen adäquaten Wissensstand. Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Alle Motiv-Fotos, die Du auf dieser Website siehst, sind inzwischen von mir. Nichts ist mehr von Fotolia. Kein einziges Foto. Ich bin – mit Verlaub – doch schon ein wenig glücklich, dass ich das nun so kann. Es sieht alles adäquat und vernünftig aus. Dennis hatte auch ein Stativ dabei, was ich ab und an benutzen konnte.

Also begann ich, mir das eine und das andere Zubehörteil zu ordern und stellte schnell fest, ein Stativ ist wichtig. Ärgerlich ist, wenn ein Stativ nicht funktioniert. Sicher, das beste Stativ ist immer das, was man dabei hat, aber diese Cullmann oder Hama Plastikdinger kann man wirklich vergessen. Zunächst also eine Reihe Fehlkäufe bei Amazon. Billiger Mist. Meine nächste Anschaffung war also etwas passenderes. Problematisch ist, dass Packmaß (Größe des Stativs in zusammengeklappter Form) meistens mit Stabilität kollidiert. Die Budgetvariante kommt für mich von Mantona und ich bin angenehm überrascht:

Bildschirmfoto 2016-05-16 um 13.55.03

Mantona DSLM (Baugleich Rollei Compact Traveler)

Das Stativ hat einen angenehm, schnell und gut zu bedienenden Kugelkopf, steht sehr stabil und ist mit dem Packmaß sogar in die kleine Triangel-Tasche zu packen, welche neben meiner Kamera auch noch zwei weitere Objektive hält. Ich kann aufrecht stehend problemlos fotografieren.

Unschön: Leider wurde bei einer Veranstaltung das Stativ samt Kamera umgeworfen. Die D3300 hat einen Schaden davongetragen, die Auslösezeiten stimmten nicht mehr. Es war ebenso alles leicht unscharf. Die gegnerische Versicherung meldete sich einfach nicht bei mir. Doof! Die D3300 war super, doch ich hatte sie im Kopf immer als defekt markiert. Ich habe auch keine Lust, mich mit irgendwelchen Versicherungen rumzustreiten. So machte das keinen Spaß. Ich hatte sie bei Koch in Düsseldorf reparieren lassen und anschließend verkauft. Ich hatte einen Verlust von EUR200,- davon getragen.

Koch hatte zwar versucht, mir „irgendwelche“ anderen Kameras vor die Nase zu halten, aber wir waren einfach alle inkompatibel zueinander. Es ging nicht. Zu sehr hatte ich mich schon an Nikon gewöhnt. Da ich zukünftig nicht mehr in liegender Haltung fotografieren wollte, sondern mir ein klappbares Display für solche Fälle wünschte, war die D5300 eigentlich klar. Es gab jedoch nur Systeme mit Kit-Linse. Also habe ich bei der Hütte mit 18-55 zugeschlagen und einen Koch/Nikon-Rabatt von EUR50 auf die zweite Linse bekommen. Ich liebe sie! Sie ist einfach super!

Es ist die mit Abstand allerwichtigste Linse für mich, wenngleich auch die günstigste: Die AF-S DX Nikkor 35mm 1:1,8. Sie ist so dermaßen lichtstark, dass nichts verrauscht und ich ohne VR (Optische Bildstabilisierung) klarkomme. Ich schieße fast alles mit dieser Linse. Sie ist einfach super. Ich mag Blitz einfach nicht, Blitz tötet Fotos, finde ich. Ich mag das wunderschöne, warme Licht, welches sie um den Fokus herum aufbaut. Gesichter sehen immer toll aus. Sie deckt so viele Situationen ab, kann mit nur ganz wenig Licht klarkommen und 35mm ist fast immer perfekt. Den Rest muss ich halt mit den Füßen machen oder zusammenstitchen. Sie macht mir riesig Spaß, ich kann nicht nur Landschaften, sondern auch Porträts oder Situationen, wie die coolen Boule-Spieler am Place de Lice fotografieren:

workinprogress

Momentaufnahme in Saint Tropez auf meinem MacBook Air

Ansonsten habe ich noch eine günstige Zoomlinse von Tamron (ebenfalls ohne optische Stabilisierung) dabei, aber ich habe noch zu wenig ein Händchen dafür, um z.B. Tiere zu fotografieren. Sie sind einfach zu schnell und ich meistens zu langsam. Außerdem denke ich, dass Zoomlinsen meist zu dunkel sind, es fehlt in den meisten Situationen auch an Licht. Ich fotografiere sehr gerne später am Abend oder früh morgens. Da finde ich das Licht am schönsten. Tiere – so gerne ich sie mag – sind zu schwer für mich oder ich habe nicht das passende Kleingeld. Irgendwann einmal möchte ich es noch mal mit einer Zoomlinse versuchen. Auf meiner Wunschliste ganz oben steht das berühmte Nikkor DX 16-80er 1:2, doch bis dahin ist es noch wirklich eine ganze Weile, bis ich es mir leisten kann. Dann fliegt die mitgelieferte Kit-Linse aber mal definitiv in die Ecke. Die finde ich nämlich wirklich nicht so pralle. Geld wächst leider nicht an Bäumen. Und so kann ich FX (Vollformat) aber mal wirklich links liegen lassen und habe auch kein schlechtes Gewissen dabei. Ich verdiene ja kein Geld damit und Crop reicht mir. Ich kann es bedienen, zwar nicht perfekt aber ein wenig. Und das zählt.

Problematisch ist im Moment nur noch, dass mir mein MacBook Air zu klein ist. Die Auflösung des Displays ist wirklich zu wenig. Der Formfaktor ist super, doch zum schnellen Nachbearbeiten mit Lightroom langt es einfach nicht, höchstens zum Sichten der Aufnahmen. So sichere ich damit eigentlich im Moment nur auf eine externe Platte und freue mich auf die Heimkehr, auf meinen geliebten Mac Pro. Mein Workflow ist inzwischen ebenfalls perfektioniert, unterstützt wird das von einem ordentlichen Kartenleser von Lexar. Die Savetec Karten (habe inzwischen 5 Stück davon) passen wunderbar. Alles andere ist mir zu langsam oder zu teuer.

Vielleicht schreibe ich demnächst noch einmal ein wenig mehr zu meinen Settings und meiner Menukonfiguration, die gleicht nämlich überhaupt nicht den Empfehlungen der Pro’s links und rechts, aber ich komme ganz gut damit zurecht. Naja, ein wenig vielleicht jetzt schon:

Den Autofokus lege ich manuell fest, die Automatik der Kamera z.B. für Sportfotografien oder Gesichter lasse ich außen vor. Ich fotografiere am häufigsten im Aperture-Mode, sprich ich wähle die Blende und die Kamera wählt die Belichtungszeit. Hierbei habe ich eine Basis von 200 ISO und die Automatik bis 1600 (Das geht noch ganz gut). Die längste Belichtungszeit ist 1/250, damit komme ich aus der Hand geschossen, ohne Stativ bei einigermaßen guten Lichtverhältnissen klar. Langzeitbelichtungen (S) klappen ebenso prima, selbst mit dem Kit-Objektiv. Sie braucht nach dem Schuss eine Weile, um das Bild zusammenzurechnen, aber die Ergebnisse sind doch recht ansehnlich:

cavalaire

Cavalaire-Sur-Mer ohne Nachbearbeitung, 10 Sekunden, F6

Fazit: Ich habe Spaß. Eine Menge. Ich lerne noch und bin wissbegierig, aber das Wichtigste ist, die Ergebnisse passen und ich bin zufrieden damit. Der einzige Nachteil, jenen diese Kamera gegenüber Dennis Systemkamera hat: Es fehlt Focus-Peeking und die optische Stabilisierung in den Objektiven ist weniger gut, als jene interne der Sony. Ansonsten ist sie ganz wunderbar, „für mich“ wohlgemerkt.

Das ist im Moment der Stand der Dinge. Meine Motivationen kamen von Dennis Klein (1) und von Kriner-Weiermann (2). Diese Motivationen waren der Grund dafür, warum ich mich damit überhaupt beschäftigt habe. Martin hat mir auf meiner Reise einen wunderbaren Bildband mitgegeben, den ich Euch ebenfalls wärmstens an’s Herz legen möchte: Link.

Der beste Youtube-Channel ist von Tony & Chelsea Northrup. Ich schaue ihn regelmäßig. Hier ist eine kleines Tutorial von Tony über die D5300 für Einsteiger, so dass Ihr Euch einen Überblick verschaffen könnt:

(1) Dennis Klein Fotos: Link
(2) Kriner-Weiermann Fotos: Link

 

 

By | 2016-05-16T17:18:41+00:00 16.05.2016|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Randnotiz – #Nikon #D5300, mein erster Einstieg in die DSLR-Fotografie

About the Author:

John Lose
John Lose ist Informationstechnologe und Datenreisender. Manche mögen ihn als "Aluhut-Träger" bezeichnen, denn er mag nur kleine Rechenzentren, die er selbst kennt. Public Clouds kommen für Ihn höchstens für Webseiten in Frage. John ist Katzenliebhaber, hat aber keine Katze, fährt gerne nach Südfrankreich und hört Tech-House. Mehr über John Lose erfährst Du in seiner Vita.  Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, so kannst Du auch Danke sagen, wenn Du möchtest:  >> Dankeschön <<.