… Hotelerlebnisse, die 5. – Vom Regen in die Traufe mit "kostenlosem Hotel- Internet"

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… Hotelerlebnisse, die 5. – Vom Regen in die Traufe mit "kostenlosem Hotel- Internet"

Als „Handlungsreisender“ ist das Leben im Hotel nicht immer schön. Es ist entweder ein Glückstreffer oder ein Griff in’s **** aber so richtig sicher ist man seiner Sache nicht. Nebst der unschönen Erlebnisse – nächtliche „Nebengeräusche“ sportlicher Höchstleistungen aus dem Nachbarzimmer oder dem Rheumadeckenexpress am Frühstücksbuffet ist meine Belastbarkeit diese Woche bis aufs Äußerste strapaziert. Auch wenn Du Dich vorher bei Booking.com in den Bewertungen umsiehst, auf Alleinreisende wird hier meist nicht eingegangen. Und dann ist ja noch das Thema Internet. Fernab von T-Mo Hotspots nervt’s langsam…

Würzburg, Sonntag bis Mittwoch
Um Würzburg herum ist die Funkausbeute von T-Mo außerhalb des Hotelbunkers absolut supi, im Hotelzimmer in „Veitshöchheim“ allerdings katastrophal. Naja, das Hotel hat ja „kostenloses Internet“. Oder auch nicht. Die Fritzbox des Hotels funktionierte am ersten Abend nicht – auf Nachfrage in der Rezeption wurde mitgeteilt dass der Techniker wohl morgen erst kommen würde. Ich verkniff mir das „ich krieg keine IP, der DHCP streikt- startet das blöde Ding doch einfach neu“ am ersten Abend und steckte die T-Mo mit Edge in’s Notebook. Am zweiten Abend hatten Sie denn wohl schon so verfahren, dann bekam ich auch raus warum die Fritzbox am Sonntag gestreikt hatte:

Also wechsle ich von T-Mo Edge zum Kabelnetzwerk im Hotel und beginne zu arbeiten. Allerdings nur kurz, denn nach 10 Sekunden bricht der Tunnel zusammen. Konsole auf, was ist da los? Mein MacBook kündigte „unübliche“ Requests aus dem lokalen Netzwerk an. Ich war jetzt schon genervt, gab‘ ja kein Frühstück auf dem Zimmer.

Naja, wenn die Clients da schon alle so unhöflich sind, schaust Du Dir ja das Netzwerk auch an. Nessus & Wireshark gestartet und was geht? Neben der anderen Hotelgäste – Auch ein freundlicher Rechner und dessen Nachbar fragten unhöflich auf dem beim Mac nicht vorhandenen RPC-Port an. Das blöde Ding der Rezeption, der ungepatchte Hotelserver (ich will nicht mal ansatzweise „erahnen“, was da wohl drauf ist) und weitere Clients der verbundenen Hotelgäste kommunizierten laut untereinander und versuchten meinen Mac mit in’s Streitgespräch einzubinden. Irgendwie war mir bei dem Netz wohl unwohl, ich startete ’ne VM im bridged Mode, startete ein paar tools von einer warlinux distri, startete ’nen bind, „fake’te“ (wie schreibt man das in denglisch?) mit ’ner virtuellen eth die mac auf die vom Gateway, quatschte ein klein wenig Blödsinn und brüllte danach ein paar dhcp-offers, wartete kurz ab, hing mich in den Verkehr und wollte mal so höflich abklären, was die da so für’n Problem mit mir haben.

Mir wurde speiübel. Ich verteilte kurz noch wieder das alte Gateway an das Proletariat und zog mich raus. Die IRC Anfragen auf einen gottseidank nicht mehr existenten Server bei Comcast drehten mir – nebst anderen Obszönitäten wie tausender smtp sessions und so’n Torrentblödsinn – meinen McDonaldsplastikkram fast schon im Magen um (Roomservice war ja bei Komfort-Zimmer nich‘ drin, weder Frühstück noch Abendessen). Kein Wunder, dass die arme Fritzbox kollabierte. Ich möchte nicht wissen wo meine Kreditkartendaten von booking.com jetzt auch noch auftauchen. Naja, die Sparkasse tauscht ja eh jetzt wegen der Kreditkartengeschichte in Spanien – dann hat sich das ja auch – Link.

Sch**** nochmal. Ich IDIOT! Ein offener „Hotspot“ namens „anette“, angeschlossen an Kabeldeutschland, der war die ganze Zeit schon da. Auch gestern schon. Mannomann, wie kann ich nur so dämlich sein. 20 MBit. Raus aus dem verseuchten Netz, Tunnel zu meiner Appliance auf, endlich Ruhe.

Bildschirmfoto 2009-11-24 um 22.28.10

Straubing, Mittwoch bis Donnerstag
Heute morgen ausgecheckt, raus aus dem Bunker ohne Roomservice für Bustouristen. Sagst Du denen im Hotel da was? Ich glaube nicht, das kapieren die eh nicht. Ab auf die Bahn – habe übrigens einen Höhenschlag hinten rechts stelle ich fest. Würzburg -> Straubing, Sieben? Ach nö – lieber doch ab auf die Drei. Strecke kennst Du im Schlaf. Vergessen Navi zu nutzen, leicht heftige Bremse in einer Kurve schon nach 40 Kilometern, Stauende. Unfall dreier LKW, Aufräumarbeiten. Da war es schon wieder, das „joe – Du IDIOT!“. Du willst doch um 15 Uhr bei Gerhard sein. Und Du hast kurz vorher noch in Würzburg über die Drei gesprochen. Mannomann!

Im Radio hörst Du interessiert, was der Elite-Crew mit dem BKA so passiert ist. Ich kommentier‘ das mal nicht.

Einchecken, so um 19 Uhr in’s Hotel. Die freundliche Dame weist auf das kostenlose Internet hin, schreibt die Nummer meines WiFi Pass des Hotspot Ticketings auf den Hotelmeldeschein. Stutzig? Ab zu einem erstklassigen Geschäftsessen (Danke Dir, Dirk! Erstesahne – Location, so lässt sich entspannt sprechen!). Das coole ASAM in Straubing verlangte leider im Spätbucherkurs das doppelte des Üblichen für die Nacht, das war weit über meinem Budget. Leider komme ich woanders unter. Cooles Zimmer, muss man schon sagen.

Ausgepackt, runter mit den Klamotten, Notebook an, eingeloggt. Keine AGB, keine Infos. Kurz OWA, SSL-Fehler. Was? Egal. Hirn aus. Nächster Gedanke – Checken was wirklich mit Elite ist. Gulli angesurft und:

Bildschirmfoto 2009-11-26 um 00.19.13

Kalter, blanker Hass!

IPSec geht nicht. 1723? Mist. Lieber nicht. Schon zu spät. Da war es schon wieder, das “joe – Du IDIOT!” Wieder mal nicht nachgedacht. Leute, so geht das nicht. Raus da. Keinen Bock mehr. Stick rein, HSDPA an. RDP zur Appliance und zum AD. Kennwörter ändern. Gottseidank hab‘ ich den T-Mo 1Gen XL iphone Tarif.

Chinesische Verhältnisse. Gott zum Gruss, Zensursula.

By | 2009-11-25T22:12:57+00:00 25.11.2009|Allgemein, Netzfreiheit, Recht, Sicherheit|Kommentare deaktiviert für … Hotelerlebnisse, die 5. – Vom Regen in die Traufe mit "kostenlosem Hotel- Internet"

About the Author:

John Lose
John Lose ist Informationstechnologe und Datenreisender. Manche mögen ihn als "Aluhut-Träger" bezeichnen, denn er mag nur kleine Rechenzentren, die er selbst kennt. Public Clouds kommen für Ihn höchstens für Webseiten in Frage. John ist Katzenliebhaber, hat aber keine Katze, fährt gerne nach Südfrankreich und hört Tech-House. Mehr über John Lose erfährst Du in seiner Vita.  Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, so kannst Du auch Danke sagen, wenn Du möchtest:  >> Dankeschön <<.