@ubnt ’s #UniFi US8-150W und US8 – VLAN Klickibunti – Automatische Topologie/STP und VLAN Trunks

Menu:/@ubnt ’s #UniFi US8-150W und US8 – VLAN Klickibunti – Automatische Topologie/STP und VLAN Trunks

@ubnt ’s #UniFi US8-150W und US8 – VLAN Klickibunti – Automatische Topologie/STP und VLAN Trunks

Nachdem ich zuletzt eine ganze Phalanx an UniFi Accesspoints an deutlich größeren UniFi Switches verbaut habe, aber nur wenige der verfügbaren Features nutzen konnte, wollte ich die Dinger endlich auch privat einsetzen. Begründung: Es ist mit Unifi so ein wenig wie mit „Apple“. Auspacken, einschalten, läuft. Und tatsächlich, auch bei mir zuhause war alles so, wie geplant.

Meine Amazon-Wishlist wurde offenbar geplündert. Ich bin unschuldig, möchte ich anmerken. So bin ich dann auch im hohen Maße positiv gestimmt, als ich vom schnaufendem Kurier eine doch recht schwere Sendung entgegen nehmen durfte. Ja ist denn heut‘ schon Weihnachten?

 

Zu meinen 3 Unifi AP-AC-Pro gesellen sich seit kurzem auch 2 Stück der begehrten US8-150W POE Switches mit SFP Ports und 3 Stück US8. Allesamt fanless, ich „wohne“ ja auch hier, wo die Dinger eingesetzt werden sollen. Die drei US8 werden von den beiden US8-150 per POE befeuert, jene wiederum ein internes Netzteil besitzen. Glühwürfel habe ich also keine mehr im Einsatz.

Der US8-150W bringt 8 Ports POE+ Gigabit, jene auch passive POE können (muss manuell aktiviert werden) und 2 SFP Slots. Insgesamt sind an ihm alle 10 Ports nutzbar.

Der US8 bringt 8 Ports Gigabit. Er kann mit einem (mitgelieferten) Netzteil versorgt werden oder via POE. Wird er per POE versorgt, kann der letzte Port „POE-passthrough“ und damit ein weiters Device mit Strom versorgen.

Die Liste an UniFi Devices bei mir zuhause wird immer länger.

Aber das hatte auch seine Gründe. Die Netgear-Verdrahtung wollte in den letzten 7 Jahren zwar einigermaßen gute Dienste leisten, wurde aber immer träger und ab und an offenbar auch überlastet. Nach Übertragungen vom und zum NAS ist dem GS110TP regelmäßig der Tritt abhanden gekommen. SAT-IP war dann quasi „weg“ oder nur noch „ruckelig“ nutzbar. Zuletzt hatte der GS110TP sogar alle VLAN’s vergessen.

Ein anderes Problem war hausgemacht: Die Kupferstrecke hinüber in’s Schlafzimmer war offenbar alles andere als optimal verlegt und schmierte regelmäßig weg, wollte meist statt 8-Ader 1G nur noch 4-Ader 100M. Die Strecke wird durch SFP ersetzt:

Und dann läuft’s rund. Richtig rund. Ein Doppelpack Multimode SFP-Module für UniFi Switches kostet gerade mal rund 20 Euro. Die Dinger sind ratzfatz gestöpselt.

Dann bei Amazon noch ein 30-Meter Glaskabel dazu geordert (für ebenfalls 20 Euro), und schon ist die wackelige Strecke passé und ich bin das olle Kupfer los.

Angenehm: Die Stromversorgung der 8er-Standardswitches läuft über POE, das beiliegende Netzteil kann ich eingepackt lassen. Als störend mögen manche vielleicht die auf der Oberseite angebrachte Christbaum-LED-Beleuchtung empfinden. Jene lässt sich auch in der Software des Controllers nicht deaktivieren und blinkt und blinkt und blinkt ;-) – extrem hell.

Bei mir verschwinden die Dinger in ihren Schränken und tun, was sie sollen. Die Temperaturentwicklung der Switches ist allerdings wirklich enorm, 70°C misst zum Beispiel der US8-150W:

was offenbar kein Problem darstellt, wie ich im UBNT-Forum nachlese.

Schön übrigens: Es ist im Unifi-Controller kein Java notwendig. Alle Features lassen sich ohne nervende Browserplugins bedienen, an diesem Feature sollten sich die Mitbewerber mal dringend eine Scheibe abschneiden.

Verloren habe ich mit dem Rausschmiss der Mitbewerber im SOHO-Bereich wohl auch einen weiteren Flaschenhals. 2 Millisekunden machte dieser aus, die sind – auch über Glas – jetzt quasi inexistent. Wäre ich „Gamer“ wäre ich wohl noch glücklicher.

Sicher, im Controller ist noch einiges mehr dabei, was natürlich ausprobiert werden will. Zum Beispiel sind da umfangreiche Statistiken:

Find ich ja schon schick. Aber mich macht etwas anderes noch glücklicher: Die Topologie meines Netzwerks wird im Controller automatisch erkannt. Das führt primär erstmal dazu, dass Uplinks und Downlinks aller Switches angezeigt werden,

und dazu, dass ich meine in Excel sorgfältig gepflegte Dokumentation wohl nach /dev/null schieben kann, da der Controller das jetzt für mich übernimmt. In der Geräteliste finde ich jedes Gerät an jedem Anschluss sofort:

So lassen sich zum einen Fehler in nullkommanix finden und ich kann sogar in einer schicken Grafik die Gesamttopologie eines Netzwerkgerätes in Erfahrung bringen:

Beim fehlerhaften Umstöpseln von Verkabelungen werden dann auch sofort automatische Portblockaden ausgelöst, so dass ein Switching-Loop ausgeschlossen wird. Mir war das aufgefallen, als ich die Kupferstrecke durch Glas ersetzt hatte. Alle Switches sind dann auch im Default mit funktionierendem STP versehen. Trunken lässt sich ebenfalls recht simpel – sofern notwendig.

 

Noch spannender finde ich die eigentlichen VLAN-Features. Spannend hierbei: Das bekannte Wording „Tagged/Untagged“ und „Trunk“ entfällt vollkommen. Der Port an einem Switch weiß sofort, ob das Endgerät dahinter VLAN’s versteht oder nicht. Die Netzwerke müssen lediglich einmal angelegt werden:

Ein Untaggen lässt sich dann einfach per „Switch-Port-Profil“ erledigen. Mein Lancom bedient z.B. an einem Port ein VLAN (4) für Gäste. Das definiere ich einfach aus einem Dropdown-Menü an einem Switchport in der Nähe des Lancoms:

Und schon kann ich an allen anderen Endgeräten, z.B. in jedem Accesspoint die Gäste-SSID auf VLAN 4 setzen:

So bedient sich das einmal quer durch die gesamte Topologie hindurch. Alle UniFi Switches wissen sofort Bescheid und können an jeder Schnittstelle jedes VLAN bedienen. Ich muss keine Trunks definieren, keine nervigen Port-Listen durchgehen, oder mich durch irgendwelche CLI-Kommandos auf irgendeiner SSH-Konsole durchhangeln.

Das minimiert die Fehlerquote deutlich und ist von jedermann sofort zu verstehen. Man sagt also, was man will, und der UniFi-Controller kümmert sich um den Rest. Es ist keinerlei Fachkenntnis notwendig und es geht kinderleicht von der Hand. Warum ist das nicht überall so einfach, wie bei UniFi?

Alle 8er-Switches von Ubiquiti sind fanless. Man hört auch kein Netzteilbrummen oder „Fiepen“, was oftmals bei den bei mir verbauten Netgear-Derivaten vernehmbar war. Die 150er haben ein integriertes Netzteil und können auch im Rack (halbseitig montiert), mit Winkeln verbaut werden, jene sonst für die Wandmontage verwendet werden.

Fazit:

Ich bin begeistert! Die Leistung der Switches ist hervorragend, die Funktionen sind erstklassig. Ich bin durch und durch zufrieden. Das Handling läuft exakt wie bei den UniFi Accesspoints. Nach „Adopting“ kommt unmittelbar die automatische Carepackversorgung mit aktuellen Firmwares. Dann wird konfiguriert, und das war’s. Kein Ärger, alles geht sauber von der Hand, alles ist schnell umgesetzt. Sie sind für SOHO-Verhältnisse etwas teurer, glänzen dann aber auch mit ihren Features.

– Dieses Review wurde nicht von UniFi oder von OMG gesponsort –

Ich nutze folgende Geräte von UniFi:

  • 3 Stück UniFi UAP AC PRO (Link)
  • 2 Stück UniFi Switch US8-150W (Link)
  • 3 Stück UniFi Switch US8 (Link)

 

 

By | 2017-12-03T01:52:11+00:00 02.12.2017|Techbla, ubiquiti, unifi|Kommentare deaktiviert für @ubnt ’s #UniFi US8-150W und US8 – VLAN Klickibunti – Automatische Topologie/STP und VLAN Trunks

About the Author:

John Lose

John Lose ist Informationstechnologe und Datenreisender. Manche mögen ihn als „Aluhut-Träger“ bezeichnen, denn er mag nur kleine Rechenzentren, die er selbst kennt. Public Clouds kommen für Ihn höchstens für Webseiten in Frage. John ist Katzenliebhaber, hat aber keine Katze, fährt gerne nach Südfrankreich und hört Tech-House. Mehr über John Lose erfährst Du in seiner Vita.  Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, so kannst Du auch Danke sagen, wenn Du möchtest:  >> Dankeschön <<.