Die Entblößung der @CDU

Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen. Manch einer würde am liebsten gleich AKK vom Rednerpult wegzerren, um den Wählern noch weitere Peinlichkeiten zu ersparen. Die Woche nach der Europawahl ist beschämend. Souverän geht anders.

Anmerkung vorab: Sofern Sie die CDU gewählt haben, lesen Sie diesen Artikel besser nicht. Für die jeweils verlinkten Fakten möchte ich festhalten: Es gibt von dieser Seite abweichende, gesonderte Datenschutzbestimmungen, jene Sie jeweils in den Datenschutzhinweisen der Zielseiten finden.

Ferner: Mein herzliches Dankeschön an diejenigen, welche meinem Wunsch im vorhergehenden Artikel gefolgt sind (Link) und die richtigen Parteien gewählt haben. Vielen, vielen Dank! Das ist ein wirklich tolles Ergebnis – zumindest für mein Land!

tl;dr: Eigentlich will ich nur wissen, ob die CDU daraus lernen kann und ob die SPD überlebt. Nein und Nein.

Es ging um Europa. Die Sitzverteilung ist schon beschlossen (Link – EU), mit einer Projektion vor und nach Brexit. Die jungen und gebildeten Wähler interessieren sich für die Zukunft dieses kleinen Planeten, also die Ergebnisse der EFA – Hierzulande ein Grund zum Jubeln, anderswo weniger – denn nur mäßig hat man sich verbessert. Das ist nicht nur traurig für den Jungstar Greta Thunberg, welche unlängst auch Schwarzenegger verzaubern konnte (Link – kleine Zeitung).

Lässt man diese Betrachtungsweise ausser Acht, kommt man auf einen Stimmungstest in Deutschland, eine Art Zwischenzeugnis, jenes in Augen so mancher schlimmer nicht hätte ausfallen können. Besonders die CDU ist „überrascht“ von ihren schlechten Werten. Zeit, die Wunden zu lecken. Dabei sind Dinge passiert, die selbst ich nicht für möglich gehalten habe. Es folgte diese Woche ein Chaos, welches seines gleichen sucht.

Ich bin verblüfft und schreibe auf, was ich in diesem Zusammenhang für erwähnenswert halte und attestiere damit gleich noch den Zustand der beiden letzten und bald ehemaligen Volksparteien. Gehen Sie mit mir in diesem Longread gemeinsam auf eine Zeitreise in die letzte Woche vor der EU-Wahl 2019 und in jene danach.

Setzen Sie sich dazu am besten Ihre Lieblingskopfhörer auf. Ich empfehle Ihnen dazu eine Scheibe Satie oder Chopin von der von mir so verehrten Olya Scheps oder nachfolgende, leicht „progressivere“ Playlist auf Spotify (Link – Spotify), sofern Sie wegen des Tohuwabohus um Sie herum eh schon so richtig in Fahrt sind. Zeitlich sollte die Playlist in etwa passen. In Gedanken proste ich Ihnen trotz Erkältung mit einem Gin-Tonic und einer schnöden Davidoff Grand Cru zu, weil es heute schon so heiß ist.

– Ich heiße Sie herzlich willkommen in meinen Gedanken –


Exkurs vorab: Die SPD kann sich noch so anstrengen, ihr haftet die Agenda-Politik an.

Sozial und demokratisch ist in der Parteiführung schon lange nichts mehr. Sind es nur kleine Beispiele, wie etwa die Leugnung der Dronenmorde (Link – Youtube) oder die bornierte Falschheit der Barley zu Artikel 13 (Link – Spiegel), die Jungsozialisten wussten die letzten Jahre schon immer, wie sich das Gesamtproblem sofort hätte lösen lassen. Die wollten auch die Koalition nicht. Es gibt in der SPD tatsächlich genügend gute Genossen, die imstande sind, die alte Tante wieder aus den Untiefen, in weit besseres Fahrwasser zurückzubekommen: Mit dem Tausch der gesamten Führungskräfte.

Diejenigen, die das wissen, sind – wie schon erwähnt – fast alle bei den JuSo’s oder eben Hinterbänkler. Und da diejenigen von ihren Führungskräften mit Führungskompetenz geführt werden, geht da mal einfach nix. Oh, Wunder!

Natürlich geht auch Sigmar Gabriel ganz selbstverständlich mit gutem Beispiel voran, in derselben, widerlichen, überheblichen Arroganz gegen die Ideen seines Mitstreiters Kühnert (Link – Gabor Steingart Podcast), so wie seine großen Vorbilder, die Unionisten, (selbstverständlich ohne den Inhalt des betreffenden Interviews in der Zeit jemals gelesen oder dessen Worte verstanden zu haben).

Stellen Sie sich jetzt einmal die jungen Wahlkampfhelfer der SPD vor, deren Justizministerin mit einem Streich die Existenzgrundlage der einen und das gesamte „Unterhaltungsprogramm“ der anderen angreift (selbstverständlich geht es um mehr!)? Einfach so? Hätten Sie da noch Lust, auf der Straße im Regen zu stehen, um für die SPD Wahlhelfer zu sein?

Von 2013 ist Marc Uwe Kling’s Song „Wer hat uns verraten?“

und gewinnt jedes Jahr an Bedeutung.

In dieser Legislaturperiode wird uns klar: Die SPD hat tatsächlich ein Personalproblem, welches sich wohl nur durch den kompletten Austausch dieser ekelhaft klebrigen, unionshörigen Altpolitiker lösen lässt. Eine Rettung der SPD ist wohl nur noch möglich, wenn die Koalition endlich platzt. Je früher, desto besser. Tja, der Kühnert…

Murmeltiertag: Die Phrasen sind immer dieselben. „Wir haben verstanden“ hört man da, ebenso wolle man „Verantwortung übernehmen“ usw. Da vorgenanntes nicht zutreffen wird, ist das Ende der SPD als Volkspartei vorprogrammiert.

Ich finde das besonders schade. Die Reaktion von Woelken, Klingbeil und Kühnert auf #rezovideo zeigt doch, dass es da – irgendwo innerhalb dieser Partei – wirklich Profis gibt, die das so gut können, wie fast kein anderer. Ehrlich: Chapeau, das war wirklich klasse! (Link – Spiegel) – Ging leider unter, kam nicht an.

Und gerade deswegen ist es so traurig, dass die alte Tante von ihren Führungskräften bewusst und immer wieder, Titanic-like, gegen den Eisberg der Realität gefahren wird, obwohl es in den hinteren Reihen doch so viele gute Leute gibt. Naja, Hauptsache, die Kapelle spielt noch.

AKK springt da eher mit Anlauf in die Fritteuse der Peinlichkeiten.

Um bei der CDU von Fettnäpfchen zu sprechen, ist wahrlich untertrieben. Eingangs hatte ich erwähnt, dass ich ihr am liebsten die Sprechgarnitur vom Tisch reißen möchte, um mir dieses Fremdschämen zu ersparen. Aber es wäre vermessen, der AKK die Rolle der personifizierten Peinlichkeit nach #toiletgate alleine zuzuschreiben. Ihre Partei- A-, B-, und Z- Promis mischen da alle fleißig mit. Fangen wir mit einem aktuellen L-Promi an, jener bemüht ist, sich wieder in die A- Kategorie zu schmieren.

Eigentlich hätte es diesen Post nicht gegeben, wenn ich nicht den personifzierten, absoluten Blackrock-Spezialisten für alle Wünsche der „Mittelschicht“ gelesen hätte:

Harmlos, finden Sie? Mitnichten. Das „Ding“ da strotzt nur so vor „alternativen Fakten“. Das für die Union bekannte, stetig wiederkehrende Verbots-Geleier gegen die Grünen kommt darin genauso vor, wie Lindner’s „Da müssen die Profis ran“, selbstverständlich zwischen den Zeilen – meines Erachtens fehlt hier nur noch der Mauerschützenvorwurf, dann wäre das ewige Geleier komplett. Dazu widerliche Framings und CDU-Standardphrasen at it’s best im erwähnten Artikel. So brachte die für manche mangels Faktenwissen vielleicht schwer erkennbare, „minimale Entgleisung“ mein persönliches Fass zum Überlaufen und damit den Anstoß zum Schreiben dieses Artikels.

Ganz recht, es hat nur eine Woche gedauert, bis mir endgültig der Kragen geplatzt ist.

Kommen wir zurück zum Inhalt des Tweets des Herrn Merz. Ist er doch so bezeichnend für das typische Selbstverständnis der CDU und ihre „Sicht der Dinge“ auf alles, was nicht konform mit ihnen geht: Denn weder hat #FridaysForFuture die individuelle Mobilität verboten, noch wollte man „alles abschalten“. Sagt Merz aber so. Eine ekelhafte, widerliche, glatte Lüge.

Na, Merz? Spüren Sie schon die Einschläge?

Eine Lüge? Gegen Kinder? Gegen Schüler? Gegen Menschen, die sich mangels Stimme nicht einmal wehren können? Verdammt nochmal, Gehts noch? Was die wohl von diesem lupenreinen Demokraten so denken? Dieser widerwärtige Typ ist so weit unter meinem Niveau, dass ich es nicht fassen kann. Eine politische Desinformation. Geht genauso durch, wie die Frage nach „Warum leckt sich der Hund die Eier?“ und die dazu passende Antwort „Na eben weil er’s kann!“ . Da ist der auch noch stolz drauf!

Den wollen Sie wirklich als Kanzler? Liebe „jungen“ Leute, es wird aber langsam allerhöchste Eisenbahn, dass Ihr mal mehr als deutlich mit Euren Großeltern in’s Gericht geht.

Haben Sie den Hund, der sich die Eier leckt, noch im Kopf und werden den nicht los? Das passt schon. Sie können an den Hund denken, wann immer Sie Herrn Merz sehen. Ich denke auch an den Hund. In anderen Situationen. Welche das sind, möchte ich Ihnen nicht erläutern. Nur sehr wenige kennen meine Gedanken noch genauer und wissen sehr genau, wen ich da meine.

Die tatsächlichen Fakten gehen durch so ein larmoyantes Geleier unter, da sie für den Leser dagegen schlicht langweilig wirken. Denn die von #FridaysForFuture wollten erstmal ganz pragmatisch mit der von Merz und der „Hannoverschen Allgemeinen“ so gefürchteten CO2-Steuer anfangen (Link – HAZ). So einfach ist das.

Und vielleicht verstehen Sie jetzt auch, warum ich dem Typ am liebsten persönlich die Meinung geigen möchte, bis dass er vor Schamesröte im Gesicht vor allen Schulklassen rund um seine ehemalige HSBC in Düsseldorf und in meinem Verbandsgebiet und in meiner Heimatstadt tausendmal „ich bin ein Lügner. Ich bitte um Entschuldigung.“ an alle Schultafeln (oder Smartboards von Hand) geschrieben hat.

Einschub: Sollten einem jetzt die Argumente ausgehen, antwortet man am besten von oben herab, verschwurbelt, Altmeier-like mit „Das wäre eine zu einfache Lösung für eine zu komplexe Aufgabe“. Diese Empfehlung impliziert natürlich unter dem Radar vollautomatisch „Das ist ja dann genauso gefährlich wie bei den Antworten der Nazis“. Framing. Bumm-Tsss. Totschlagargument. Aber Nö, die CDU-Spitze kann’s noch besser:

Der CDU (Link, Twitter) ist das erstmal zu „vorschnell“. Herrn Merz könnte man die besondere, parteieigene Kompetenz in Sachen Klimaschutz übrigens nochmal erklären. Erwähnenswert ist, wie ich finde, wie viele Länder vor #FridaysForFuture diese „vorschnelle“ Idee mit der CO2-Steuer hatten (Link – Youtube), jene umgesetzt haben und damit glücklich sind – Nachfolgend gleich mal das ganze Video (Besprochener Inhalt dieses Absatzes ab ca. Minute 56).

Ich weiß, das war manchen jetzt doch zu eindeutig. Entschuldigen Sie bitte, aber es kam ja nicht von mir und ich finde auch, Sie sollten das mit diesen Fakten dann doch etwas genauer wissen…

Philosophischer Einschub

Betrachtet man den gesamten Beitrag von Lobo noch genauer und „ignoriert“ dabei Rifkins‘ düstere Zukunftsthesen, wird auch klar, wie Deutschland zum „Pendeln“, dem größten Diebstahl von Lebenszeit steht.

Denn auf niemanden lässt sich einfacher Macht ausüben, als auf den hoch verschuldeten Häuslebauer mit seinem finanzierten Verbrenner, sei es durch die Regierung, die Industrie, Banken oder seinen Arbeitgeber. Alle verdienen sich an ihm eine richtig goldene Nase. Mit Freiheit und Selbstentfaltung hat das freilich nichts zu tun.

„Null-Grenzkosten-Systeme“, wie etwa ein Elektroauto, dann auch noch ohne Verschleißteile, die sind der Stachel im Arsch der Finanz-, Öl- und Automobilindustrie. Es fehlt die Abhängigkeit. Umso schlimmer sind auch noch genau die Häuslebesitzer mit ihren Photovoltaikanlagen und diesem neuartigen, furchtbaren „Eigenverbrauch“ (sofern man sich den Sprung in diese Liga überhaupt leisten kann). Welcher Idiot hat das nur erfunden? Noch unabhängiger von der Öl- und Gasindustrie? Das führt nun wirklich zu weit! Schlimmer geht’s für die Partei der Besitzstandswahrer nun wirklich nicht. Das ist ja auch das furchtbare an diesem „Ändern von Dingen“, genau sowas kommt dabei heraus.

„Konservativ zu sein bedeutet, sich so lange gegen sinnvolle Neuerungen zu wehren, bis man vergessen hat, warum eigentlich“ – Sascha Lobo

Wie bitte? Was sollen die Pendler? Umziehen? Ach da war ja noch was mit den Mietpreisbremsen. Wir mögen der Union selbst vielleicht Dummheit attestieren, aber eben genau das trifft – auf allen Ebenen, in allen Ressorts – einfach nicht zu! Betrachten wir das einmal aus der Perspektive der Lobbyisten, hat sie ihren Job wahrhaft perfekt gemacht. Naja, in letzter Zeit war das leider ein wenig zu offensichtlich.

Wie schon so häufig denke ich beim Schreiben dieser Zeilen über die negativen Folgen von Access-Society oder Ungerechtigkeiten dieser Gesellschaft an genau diesen einen Film mit Amanda Seyfried und Justin Timberlake (Link – Wikipedia), der sich bei mir so eingebrannt hat, wie keine andere Dystopie.

Die Zuspitzung

Es spitzte sich zu. Nein, nicht wirklich Amthor war’s, auch wenn es mir schwer fällt, ihn ernst zu nehmen. Dieser Rechtskonservative verweilt in meinen Schubladen noch tiefer, als die Pro-Life-Witzfiguren in den USA, welche ihren vermeintlichen Besitz über das weibliche Geschlecht in den fiesesten Demütigungen manifestieren (Link – Welt – Es sei mir verziehen).

Die erwähnte Karrikatur der „Jugend“ in der Union verbuddelte sich in ähnlichen Peinlichkeiten (Link – DLF), wie die aktuelle Kanzleramtsanwärterin. So altklug, wie er spielt, ist er selbstverständlich kognitiv nicht mal im Ansatz in der Lage, sich mit so etwas lapidarem, wie „Inhalten“ auseinanderzusetzen. Genüßlich von Journalisten vor sich hergetrieben gab der Erwähnte Dinge preis, die wir besser nicht gewusst haben wollen. Die Parteispitze will das dann mit dem „Video“ so auch nicht machen. Mit Verlaub: Das war medial nun wirklich äußerst suboptimal. Der war da, zu diesem Thema, genauso fehl am Platz, wie dessen Ankündigung eines Antwortvideos auf Rezo.

Die letzte Entgleisung

Auf die Verbalinjurien der AKK gegen die „Meinungsmache“ (und den völlig „übersehenen“ Artikel 5 iRL – wie konnte das der „Demokratin“ nur passieren) folgt – natürlich – umgehend Böhmermanns Grundi. Wohl mit zwei Fingern denn mit dem Baseballschläger, letzteres hätte sie in Augen vieler wohl verdient. Bei der nächsten Tagesschau nehme ich Popcorn mit…

Merz hat allerdings erkannt: #FridaysforFuture (Link – Twitter) gab es schon lange vor #Rezovideo (Link – Twitter). Eine beachtliche Leistung, jene AKK, Ziemiak, Amthor, Schipanski (Link – DLF) und viele andere in der Union bislang nicht folgen konnten. Noch widerlicher: Es sind höchstens noch „Alternative Fakten“, mit jenen Konservative trumpesque zu kontern vermögen (Link – Bildblog) – ganz richtig: Den Fakten in der CDU ist da einfach mal der Teer auf der Autobahn der Vernunft ausgegangen.

Die Union hat Digital Natives nicht verstanden. Wissen wir. Die Union versteht Social Media nicht. Wissen wir auch. Es folgt das ach so typische, widerliche Gehabe, das wir schon so lange (auch von rechtsaußen) kennen: Können wir die Fakten nicht so drehen, wie wir sie brauchen, drehen wir einfach die Person, die sie uns mitteilt. Aber Nö, nicht mal mehr das kriegen sie ordentlich hin:

Wir wissen auch: Darin steckt eine Menge Potential für vergangene und zukünftige Fehlenscheidungen. Und die sind verdammt gefährlich. Auch wenn auf Facebook (Link – Achtung, Facebook) vertreten, zeigt auch Ziemiak, dass er nebst eigenen Vorwürfen gegen Rezo, also Populismus, Beleidigungen und falsche Vereinfachungen (Link – Generalanzeiger) noch nicht einmal die Sprache der Generation Youtube versteht: „Wir zerstören einander nicht, sondern wir hören einander zu, wir reden miteinander, wir finden gemeinsame Lösungen. “ – Echt jetzt?

Beispielhaft für einen Großteil der CDU glänzen auch diejenigen nicht mit Kompetenz, jene AAK zum Thema „Meinungsmache“ beispringen (Link, Twitter). Wenn es denn nicht so unsagbar peinlich wäre. Da capo al fine. Und zwar tutti:

Scheinbar planlos und unkontrolliert hämmern „Statements“ in Maschinengewehr-Staccato aus den Reihen der CDU auf den überforderten Bürger ein (Link – Tagesschau), dass selbst die hartgesottensten Jungunionisten, vor Scham errötet, unter’m Teppich Fallschirm springen möchten (Link – Merkur).

Mit der schieren Masse an Entgleisungen aus der CDU in der letzten Woche komme ich einfach nicht mehr nach. Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich in diesem Post einige oder gleich mehrere übersehen habe.

Die Sache mit den Ideen

Während SPD wenigstens noch versucht, organisierte Antworten zu finden, kommt aus der CDU nur das übliche „Das geht so nicht“ anstatt von „Wir haben hier eine konkrete Idee“ . Blöd nur, dass in der Schweiz, in Holland oder in Norwegen schon viele diese Ideen hatten und damit sogar – Oh Wunder – äußerst erfolgreich sind. Bezogen auf die Elektromobilität kann man in Amsterdam noch nichtmal einen Stein werfen, ohne eine Ladesäule zu treffen. Und die Kilowattstunde ist – anders als bei uns – auch noch bezahlbar.

Nur Elon Musk wusste nicht, dass das mit dem Elektroauto nicht geht. Er hat’s dann einfach mal gemacht.

In der CDU hat man keine Ideen, versinkt in Schockstarre oder in Peinlichkeiten. Es gibt da auch (fast) keine Person, die das ein wenig besser kann als AKK. Nun denn, sofern Sie mich denn Lügen strafen wollen:

Einige zeigen ja schon mit dem Finger auf ihn: Armin Laschet zum Beispiel. Einst Heilsbringer der Union in NRW – hatte nicht nur zur Hambi-Diskussion sein wahres Antlitz gezeigt, welcher zudem (tief versunken im Anus der RWE) lobbykonform sinnierte, was er denn von den Grünen so halte (Link – NW).

Er könne es besser richten, als AKK, meinen einige (Link – WAZ). Immerhin distanziert er sich erstmal (Link – WDR).

Sympathieträger ad adsurdum (Link – Omnisophie), ja vernichtend: Angela Merkels Hinterlassenschaft ist dieselbe wie einst nach Helmut Kohl: Eine Wüste. Es gibt tatsächlich keine adäquaten Bewerber mit Sympathiebonus mehr in den eigenen Reihen, ganz zu schweigen von Personen, denen man überhaupt noch irgendeine Art von Kompetenzvermutung in Grenzen andichten könnte.

Sascha Lobo auf der Republica 19: Die Probleme des 21. Jahrhunderts sind nicht mit den Instrumenten des 20. Jahrhunderts lösbar. (Quelle: Republica 19)

Genau das ist das Problem der Union: Sie hat den Augen der Wähler keine Ideen für die Aufgaben des 21. Jahrhunderts. Diese Partei verweilt im Gestern. Hoffentlich verändert sich nichts. Wenn sich doch was verändert, muss man dagegen angehen – wie die Urheberrechtsdebatte unlängst zeigte.

Dabei interessieren die meisten fernab des YT-Kosmos weniger die wahrhaft peinlichen Aussagen des Herrn Voss zum Urheberrecht, noch jene der für ihre Kompetenzen berühmte Marlene Mortler. (Viel schlimmer ist, dass solche Menschen auch noch mit einem Wechsel in die EU geehrt werden (Link – Tagesspiegel).

Platzhalter für CDU-Ideen des 21. Jahrhunderts

Ich finde einfach keine Idee der CDU, welche ich hier adäquat posten könnte. Was haben die in ihrem Programm, denn verschwurbelten Blödsinn, also messbare Ziele? Ergo: Die CDU hat keine Ideen.

(*1 Einige, m.E. wichtige Zukunftsthemen finden Sie im nachgeschobenen Absatz mit dem Titel „Ja was denn jetzt genau?“)

Versehentlich rechts abgebogen

Die Union hat sich zudem so lange mit der nicht vorhandenen Flüchtlingskrise beschäftigt, dass sie die Pest der Republik in Form einer Partei doch noch hoffähig gemacht hat (Link – Spiegel). Liebe Medien (!), liebe Rechtskonservative, liebe Kritiker: Nein, eine Krise hatten wir wahrlich nicht, also ein Ereignis, durch jenes akute Gefahren drohen für Lebewesen, für die Umwelt, für die Vermögenswerte oder für die Reputation eines Unternehmens bzw. einer Institution (Link – Wikipedia).

Dummerweise hatte „$man“ das Thema dann wohl doch „überbewertet“ und sich im orbanisierten, trumpesquen Rechts-Sprech gesuhlt. Übersehen hat „$man“ dabei ganz offensichtlich die Wünsche der Wähler, so dass ihnen die letzte, noch vorhandene Mitte gleich mal zu den Grünen entfleucht ist (Link – Tagesspiegel). Lassen Sie es sich gesagt sein: Wer auf der rechten Seite fischt, muss sich nicht wundern, dass einem die Fische aus der Mitte des Bootes wieder in’s Wasser springen.

Im Tweetbild mal noch deutlicher:

Das ist – mangels Kompetenz – zwar passiert aber (unterstellt) so bestimmt nicht beabsichtigt… Ja, Na klar doch! Frei nach Strauß – So gehört sich das.

Ja, wer hat die denn gewählt?

Lesen Sie besser woanders, denn bei mir. Nur soviel sei gesagt: Der Bildungsstand scheint wohl einen erheblichen Einfluss auf das Wahlergebnis zu haben (Link – Süddeutsche). Ebenfalls erwähnenswert in den Wahlanalysen sei wohl das Alter. Nach dem Studieren der Charts verstehen Sie vielleicht auch, warum ich mich in diesen Beitrag so geäußert habe, wie ich es getan habe.

Und ja, die Erfindung (Link – Schlecky Silberstein) von „Die Partei“ wäre vermeintlich eine Lösung für das massive Demographieproblem in unserer Republik, wenngleich undemokratisch und unsozial. Ich stehe eher dafür, 16-jährigen den Gang zu allen Urnen zu erlauben. Bekanntlich haben die mehr Fachwissen und dazu noch die Profis auf ihrer Seite (Link – Youtube) denn ein Christian Lindner (Link – Twitterperlen). Verantwortung, Empathie und Moral sowieso.

Medien

Auch Medien sind gänzlich überfordert. Denn die Reichweite, die ein einzelner Youtuber heute bekommt, ist ihnen wahrlich überlegen (Link – Tagesspiegel). Während manch‘ Springer-Medium versucht, eine verschwurbelte Erklärung nach der anderen für das Thema „Meinungsmache“ zu finden, doxt Bild gleich mal Rezo (Link – Bildblog) und den letzten Anstand sucht man dann auch bei der FAZ (Link – Bildblog) ebenfalls vergeblich. Auf den Punkt bringt es Andrej Reisin beim NDR (Link – NDR). Wenn es denn nicht so traurig wäre und deren Zielgruppe wenigstens mal im Ansatz die notwendigen, medialen Kompetenzen hätten, um „alternativen Fakten“ zu überprüfen, dürfte man eigentlich in schallendes Gelächter verfallen. Haha. Bumm-Tssss.

Es ist also nicht nur die Union, welche mich verzweifeln lässt.

Nein, es waren nicht Rezo und auch nicht Greta, die zum Erdrutschverlust der Partei der Besitzstandswahrer geführt haben. Auch nicht die von @akk erwähnten „7 Plagen“ (Link – jetzt mal die Abendzeitung). Das hat die CDU immer noch nicht begriffen. Der Umgang mit der ach so neuen APO ist in der Union so adäquat peinlich, wie jener mit Social-Media. Erst unterschätzen, dann überschätzen, dann kopflose Panik. Den Kern der These dabei nicht einmal im Ansatz begreifen.

Ich warte nur noch auf den Tag, an jenem die CDU anfängt, eigene Incluencer auf uns loszulassen – sollte das tatsächlich passieren, stelle ich die kognitive Leistungsfähigkeit, die medialen Kompetenzen und dazu noch die Funktionsfähigkeit der Hirnanhangdrüsen aller Abgeordneten und Mitglieder der Union in Frage. Update vom 02.06.2019: „CDU-naher Verein will eigene Youtube-Stars aufbauen“ (Link – SPON) – Echt mal Leute, Volltreffer.

Annegret Kramp-Karrenbauer und Manfred Weber
Bildquelle: Wikipedia, (Wikipedia, CC BY 2.0 LINK)

Im (europäischen) Ernst: Glaubt dieser Weber wirklich, dass er nach diesen mißglückten, ekelhaften Winkelzügen (Link – Spiegel) für das Urheberrecht noch irgendjemanden hinter sich hat? Fernab von Lobbyisten selbstverständlich.

Die CDU hat den Anschluss schon lange verloren. Weit vor Artikel 13. Es wäre schön, wenn sie das erkennen würden, anstatt mit Verbalinjurien gegen „jüngere“ um sich zu schlagen. Dann wären die ansonsten guten Medien (ich meine die verbliebenen Zeit, Süddeutsche, DLF und Tagesschau) auch wieder zu ertragen.

Fazit:

Ihnen die Mikrofone oder gleich die gesamte Journallie zu verweigern und sie auf eine Kompetenzschulung für Fragen in Social-Media zu schicken, reicht einfach nicht mehr. Es geht wohl eher um grundlegende Fragen, z.B. für wen oder was sie stehen (oder wenigstens mal stehen wollen). Das ist jetzt ein wenig doof, denn Tranzparenz und Ehrlichkeit funktionieren für die Union nicht: Wo kämen wir denn hin, wenn auch noch die Rentner wüssten, dass da nur noch Politik für die oberen 10k und ihre Konzerne gemacht wird.

Ich meine, welche Businesskasper aus welcher Agentur haben die Union denn beraten? Wie kann man diesen erstklassig zahlenden Kunden im Projekt nur so dermaßen vor die Wand fahren? Ist der Beratervertrag ausgelaufen? Haben die nicht zugehört? Was ist da nur passiert? Das muss mir mal einer erklären.

Selbst wenn die jetzt noch mit echten Ideen (und sinnvollen Taten) kämen: der Union traue ich nur noch so weit, wie ich eine Waschmaschine werfen kann. Das Ding ist durch.

Eine Zwickmühle. Die SPD hingegen ist in meinem Herzen noch immer tief verwurzelt, auch wenn ich sie nicht wählen kann. Ja, ich muss tatsächlich eine Träne verdrücken, während ich das schreibe. Ich wünsche mir so sehr, dass die Personen in deren „Führung“ endlich abdanken, so dass die alte Tante doch noch eine Chance für ihr eigenes, doch so bitter notwendiges Überleben bekommt. Vielleicht passiert das doch schneller, als erwartet.

Ich habe da so viele Lösungen für das Problem wie die CDU Ideen für Zukunftsfragen. Mit Verlaub: Meiner Meinung nach ist die CDU reif, Parlamente, Regierungen und Stimmzettel für immer zu verlassen.

Mit dieser Meinung bin ich allerdings (noch) in der Minderheit – Das Europawahlergebnis für die CDU war noch viel zu gut. Außerdem: Irgendwer muss ja noch den rechten Abgrund auffangen. Immerhin, das wissen sie jetzt, frei nach Pispers: Wenn alle Stricke reißen, kann man sich noch nicht mal mehr aufhängen. Also: Weiter. So wie gehabt. Es gibt hier nichts zu sehen. Dass ein „Wegsehen“ – bei aller Verblendung – brandgefährlich ist, wissen wir spätestens seit Biedenkopf.

Wenn auf der heutigen Klausurtagung (1.6.2019) nicht über Ideen denn über Verfehlungen gestritten wird, sie wollen ja „den digitalen Kommunikationsraum besser erschließen“ (Link – Tagesschau) – werden natürlich keine „Personalfragen“ gestellt, denn sie haben ja „verstanden“ und wollen „Verantwortung“ übernehmen.

Früher hatte ich noch betont, bei der CDU bekommt man wenigstens noch, was auf der Verpackung draufsteht. Gemeint war wohl eher: Nach dieser Entblößung wissen jetzt endlich mehr Wähler, was tatsächlich auf der Verpackung draufsteht.

Für das tatsächliche Ergebnis der Klausurtagung tippe ich mal: Es wird zukünftig wohl koaliert mit der AFD, da können Sie sich sicher sein. Die FDP ist mal gerade „nicht angesagt“.

Edit 02.06.2019: Natürlich muss SPON an einem Samstagabend noch genüsslich einen draufsetzen. Ich will ich Ihnen diese Schlagzeile natürlich nicht vorenthalten: „CDU-naher Verein will eigene Youtube-Stars aufbauen“ (Link – SPON).

Edit 03.06.2019: Das Handelsblatt schreibt: Die CDU lehnt in einer Beschlussvorlage für die Vorstandsklausur am Sonntagabend eine CO2-Steuer ab und setzt auf Innovationen wie Flugtaxis (Link – Handelsblatt)

Die erwähnten unterstreichen ihre Kompetenzen im „Wir haben verstanden“ damit noch einmal deutlich. Nicht.

Das kam ungeplant. Jetzt muss ich mich bei Ihnen für Ihre Fassungslosigkeit auch noch entschuldigen. Ich kann Ihnen sagen: Ich teile sie.

Ich hoffe, Sie nehmen es mir nicht zu übel und haben die Reise in meine Gedanken wenigstens in Ansätzen genossen und können noch Lachen. Lachen ist bekanntlich sehr gesund und es gibt genügend Gründe dafür.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leser, einen sonnigen Samstag und einen noch schöneren Sonntag. Genießen Sie das vor Ihnen liegende Wochenende!

Herzlichst
Ihr John Lose

Wo wir gerade… Also ich meine… Wo ist eigentlich der Herr von und zu Ex-Geölte abgeblieben? Müsste der nicht irgendwie auch noch seinen Senf zum Besten geben? Haben Sie den irgendwo medial erwähnt gesehen?

Titelbild von Alex E. Proimos – https://www.flickr.com/photos/proimos/4199675334/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22535544


Nachsätze

Nachfolgend finden Sie Gedanken, die dem Lesefluss eines Longreads im o.g. Artikel nicht dienlich waren, wohl aber erwähnenswert. Glückwunsch, Sie haben mehr als die Hälfte dieser Reise überstanden!

Ja was denn jetzt genau?

Um den Konservativen geistig auf die Sprünge zu helfen, will ich nur ein paar Anreize geben. Zukunftsfragen sind nicht „nur“ klimatisch bedingt.

Die Welt, in jener die Konservativen leben, existiert nicht mehr. Auch wenn sie es sich wünschen, diese Welt lässt sich nicht rückwärts drehen und der Fortschritt lässt sich nicht verbieten.

Der Arbeitsplatz wird sich radikal ändern. Konservative haben bislang keine Idee, wie sie das in irgendeiner Form wuppen können. Das Bildungssystem muss sich deswegen radikal ändern, um mit der Globalisierung und neuen Kommunikationsformen mitzuhalten.

Unsere Botschaften, Nachrichten, unsere Rechnungen, unsere Gelder, unsere neuen Güter werden anders übermittelt. Auch braucht es dazu neue Infrastrukturen. Deswegen muss man Menschen, wie Kevin Kühnert, die neue Ideen haben, zuhören und darf sie nicht auslachen. Man kann einen besseren Gegenvorschlag machen und sich an der Debatte beteiligen.

Startups werden neue Ideen haben und Risikokapital muss dafür bessser investiert werden, damit wir mit anderen Ländern und den neuen Silicon Valleys überhaupt in Ansätzen mithalten können.

Cloud- & SaS-Konzerne werden noch mehr Macht bekommen und wir müssen uns auf den Weg machen, in dieser Zugangsgesellschaft endlich freier und unabhängiger zu werden – sofern das tatsächlich das Mittel der Wahl ist.

Sofern Medien in allen aktuellen Formen und Verbreitungswegen weiterhin so aufgestellt sind, wie sie es jetzt sind, werden auch die nicht überleben. Das hat auch sein gutes, denn zur geistigen Austrocknung des Volkes anregende private „Sender“ werden weniger Macht bekommen und neue „Sender“ den Öffentlich-Rechtlichen dennoch alles abverlangen. Dafür müssen wir mediale Kompetenzen erwerben.

Auch geistig haben wir endlich die kleinen, notwendigen „Sprünge“ gemacht, um aus unseren uns lähmenden, rückwärtsgewandten, patriarchischen Korsetten zu kommen. Deswegen müssen wir auch politisch über völlig normale Lebensformen nachdenken, die es bislang in den Köpfen der Union nicht gibt, die sie versucht, zu zerstören.

Und machen wir uns eines klar – die alte Tante weiß das! Die haben Ideen. Allerdings kommt das mit ein paar wenigen Ausnahmen in der Führung nicht an! Ohne Martin Schulz (Link – Zeit) hätte Merkel für diese Entscheidung niemals den Fraktionszwang ausser Kraft gesetzt. Es gibt sie also, diese Ideen in der SPD. Die Hemmungen, diese zu äußern, müssen nur gelöst werden.

Nachzutreten, so wie es AKK oder die Union im allgemeinen schon so oft in diesem Fall getan hat, ist für mich mehr als nur befremdlich. Es ist gestern. Ich hoffe, Sie verstehen jetzt, wie menschenfeindlich AKK und ihre Partei drauf ist.

Ich will hier in keiner homophoben Welt leben, sondern in Deutschland. Ich glaube, wir sind da weiter und geistig nicht mehr so beschränkt. Ich kenne genügend Länder, in denen nicht erlaubt ist, den Menschen zu lieben, den man liebt.

AKK’s Büttenrede (Link – Tagesspiegel), über jene viele gelacht haben, ist für mich so rückwärtsgewand, wie nichts anderes. Dieser geistigen Tieffliegerin gehört für diesen Unfall eine gewatscht, dass das mal klar ist! Dazu denjenigen, die das unterstützen und dabei gelacht haben.

Noch ein Beispiel: So lange es den §218 (Link – dejure) in seiner aktuellen Form gibt, zeigt uns das, wie leidig und wie traurig und wie verblendet und wie gestern die Konservativen sind. Ein weiblicher Mensch ist kein Besitz! Kein Eigentum! Niemandem, denn sich selbst verpflichtet! Alte, weiße Männer haben in meinen Augen über diesen Menschen niemals zu entscheiden! Es ist eine anmaßende, überhebliche Unverschämtheit, was ich da höre, sehe und lese.

Für alle diese und noch viele weitere Themen hat die Union nicht eine einzige adäquate Antwort parat, denn wenn überhaupt Zukunftsthemen zu „regulieren“ (bedeutet zu unterdrücken).

Ich aber wünsche mir, dass sich meine Nichten in einer Welt bewegen können, die noch existiert. Dass sie noch einen Arbeitsplatz bekommen können, sofern das zukünftig immer noch evident ist. Dass sie sich frei entfalten können und so leben können, wie sie es sich wünschen. Dass sie den Menschen oder die Menschen lieben können, die sie lieben. Dass sie sich – ohne überwacht zu werden – in Ihren Gedanken so entfalten und äußern können, wie ich.

Stattdessen bauen konservative Heimatminister einen Überwachungsstaat auf, wie es keinen zweiten gibt. AKK greift die freie Entfaltung der Meinungsbildung an. Noch einmal – Wollen Sie das?

Ich hoffe, Sie verstehen jetzt, wie sehr die Union uns alle unterdrückt und behindert, in unserem Vorwärtsdrang, in unserer Freiheit, in unserer Empathie, in unserer Solidarität.

Und deswegen ist es auch nicht verwundernswert, warum die SPD Stimmen an die Grünen verliert. Die Union hat keine progressivere Alternative, jene noch mehr Ideen zur Zukunft hat – die SPD allerdings schon. Deswegen ist die Union noch da, wo sie ist. Sie hat keine Konkurrenz. Sie dient als Mahnmal für den geistigen Zustand dieser alternden Gesellschaft.