Ein Monitor für Wahnsinnige II: #Dell’s #U4919DW

Hatte ich in der Vergangenheit den LG 38UC99W (Link) für das Maß aller Dinge gehalten, setzt der U4919DW von Dell noch eins oben drauf. Nicht nur aufgrund der Dimensionen und einiger Features konkurrenzlos: der Preis schmerzt. Ist der gerechtfertigt?

tl;dr: There’s always a bigger fish / Ich bin froh, dass er endlich da ist: Mein Weihnachtsgeschenk an mich.

Es ist schon wunderbar, einen so großen Monitor zu benutzen. Für Neulinge ist das schon eine gehörige Umgewöhnung. Hat man sich einmal an diese abartige Größe gewöhnt, will man nicht wieder zurück.

Kleinere Monitore bedeuten jetzt größere Einschränkungen. Man kann nun nicht mal eben ein Fenster an die Seite schieben und es dennoch schnell im Zugriff haben. Auch Dinge, wie Twitter, Apple iMessage, Skype oder Spotify verweilen bei mir am linken oder rechten Rand, während ich ein großes Fenster Zentral zum Arbeiten nutze. Diese Form des Arbeitens ist für mich die angenehmste. Zusammen mit dem Tool „Magnet“ auf Apple Macintosh Computern.

Zielgruppen

Ich nutze einige Tools, welche eine ordentliche Bildschirmgröße voraussetzen. Unter anderem „bearbeite“ ich jede Menge Bauzeichnungen von Gebäuden. Da willst Du schon Platz haben. Ab und an schneide ich in der Postproduktion Videomaterial mit Final Cut oder Audiomaterial mit Logic oder Reaper. Der primäre Einsatzzweck ist bei mir die Anwendung Ekahau Pro (Link), ich bin so schneller im „drawing-walls“, es macht das Entwerfen leichter. Nicht selten habe ich Aruba’s Airwave oder Check_MK auf der einen oder anderen Bildschirmseite und konfiguriere zentral mit einem Satz von offenen SSH-Terminals.

Erschwerend kommt für mich hinzu, dass ich nicht die besten Augen habe und extrem empfindlich auf schlechte Panels reagiere. Meine Kollegen machen sich ab und an schon darüber lustig, da offensichtlich komisch aussieht, was bei mir für immense Kopfschmerzen sorgt: Die Monitore, welche ich z.B. bei meinem Dienstherrn nutzen muss, sind für mich eine Qual, selbst bei geringer Pixeldichte. Auf diesem Ultrasharp kann ich bei deutlich höherer Pixeldichte im Moment noch mit größerem Abstand arbeiten.

Menschen, welche in FCP/Premiere, Logic, Reaper, CAD oder vergleichbaren Anwendungen zuhause sind, werden mit diesem Monitor wohl deutlich entspannter arbeiten. Ich selbst freue mich auch darüber, dass die Farbwiedergabe für Tools, wie z.B. Luminar oder Affinity Foto so erstklassig ist.

Dieser Monitor bedeutet aber vor allem Platz, gleichzusetzen mit Freiheit. Das resultiert oftmals in einem besseren Arbeitsergebnis.

Nichts für Spieler

Sicher, ein Monitor mit einer solchen Größe ist extrem immersiv. Dennoch müssen wir uns auch im Klaren sein, dass eine Grafikkarte jedes einzelne Pixel auf dieser Fläche auch antreiben muss. Das Ding muss dann schon extrem potent sein. Ist die Grafikeinheit des Rechners eher schwachbrüstig, kann dem Spieler durch die extreme Immersion in Verbindung mit wenig flüssiger Darstellung schnell schlecht werden.

Ich bin selbst nur Gelegenheitsspieler. Star Citizen unterstützt die Größe des Monitors, allerdings hat die GTX 2070 meines Spiele-Rechners dann schon ein wenig zu kämpfen.

Wir bewegen uns bei SC (leider im Moment serverseitig limitiert) eh nur zwischen 40 und 60 Hz.

Die generell 60 Hz maximale Framerate dürften da wohl für manche ein limitierender Faktor sein, hier gibt’s dann auch kein Freesync/G-Sync oder adaptives Sync. Für Gelegenheitsspiele reichts sicher. „Richtige“ Zocker wollen da wohl eher zu den Mitbewerbern von Asus oder Samsung greifen.

Extrem immersiv: Star Citizen, Aufwachen in der Kabine bei 60 Hz (Everus Harbor im Stanton System) auf einem 32:9 Super Ultrawide.

Panel-Lotto

Mir ist wohl klar, dass ich bei der Größe von 49″ schon ein extrem hohes Risiko eingehe, tote Pixel zu bekommen oder unter „Clouding“ zu leiden.

In diesem Fall aber habe ich einen Volltreffer gelandet: Keine Pixelfehler, kein Clouding, kein Backlight-Bleeding/IPS-Glow, dazu eine äußerst gleichmäßige Ausleuchtung.

Aber: Your mileage may vary! Denn ob das jetzt generell für diesen Monitor spricht, will und kann ich hier nicht schreiben. Ich habe schon so viele Testberichte gelesen und bin dann eher vom Gegenteil beeindruckt. Das hat mehrere Gründe, besonders aber weil die Qualität des Panels generell stark schwankt. Wir sind hier eben nicht bei Starbucks, wo der Latte Grande immer gleich gut schmeckt. Es ist – so blöd sich das anhört – ein Glücksspiel. Besonders deshalb sind remarketing/refurbished- Geräte mit äußerster Vorsicht zu genießen.

Bei Dell ist aber nach meiner Erfahrung die Regel ein wirklich gutes Panel zu bekommen. Die Ultrasharp-Serie ist zudem bislang immer erstklassig verarbeitet. Ich habe – bis heute – bei Dell (und wohl auch Eizo) bislang wirklich niemals ein schlechtes Modell bekommen.

Bei manchen Mitbewerbern ist eher das Gegenteil Normalität. Samsung kommt mir zum Beispiel nicht mehr in’s Haus. Nicht nur, weil die das mit der Farbtreue nicht wirklich genau nehmen, ich bin da auch aus anderen Gründen ein gebranntes Kind (Link). Vielleicht hast Du aber einen völlig anderen Eindruck.

Viele Review-Modelle für bekannte Youtuber sind auch nicht selten handverlesen. Will heißen: Ob ein Marques Brownlee oder eine Justine Ezarik da tatsächlich ein Modell des Herstellers XYZ erwischen, welches allgemein gut ist, kann niemand sagen. Mit steigender Popularität verschwimmen die Aussagen deren Tests.

Und deswegen halte ich auch generell nichts von den uberdetailreichen Messergebnissen in vielen Fachmagazinen. Das Panel, welches Du kaufst, hat in der Regel einfach nichts mehr mit dem jeweils getesteten Panel im Review zu tun.

Mein Panel ist super. Ich bin richtig glücklich. Bei Dell ist m.E. die Chance relativ hoch, dass das für Dich auch so ist.

Ob die extrem gute Bildqualität bei meinem Monitor dann auch dauerhaft so bleibt, will ich in einem Update später noch einmal schreiben.

IPS-Panel

Mangels „Blickwinkelstabilität“ oder Farbtreue bei einem so großen Monitor fallen TN- und VA- Panels für mich raus. Ersteres fokussiert auf Gamer, zweites auf den Preis.

Deswegen ist der U4919DW mit IPS im Moment eigentlich konkurrenzlos. Der Mitbewerber Philips will da mit dem preislich attraktiveren VA punkten, LG könnte sogar dasselbe Panel verbaut haben, hat aber Mängel in der Konstruktion/Verarbeitung.

Der Nachteil von IPS sind m.E. der vergleichsweise höhere Stromverbrauch aufgrund der höheren, notwendigen Leuchtkraft der Hintergrundbeleuchtung, sowie die geringere Reaktionsgeschwindigkeit.

Mann kann bei fehlender Blickwinkelstabilität wohl mit einer größeren „Wölbung“ (curved Display) gegensteuern. Ich hab’s da mit diesen „Curved“-Geräten wohl weniger. Die Maßangabe 1800R soll die richtige für dieses Panel sein. Die „Wölbung“ ist da so gering, dass die mir nicht auf den Zünder geht.

HDR ist hier nicht drin, die Kontrastwerte sind zu gering (ist ja auch kein OLED), dafür kann die werksseitig sehr gut kalibrierte Farbtreue punkten. Dell schreibt dazu im Handbuch: „Farbbereich von 99% sRGB mit einem durchschnittlichen Delta E < 2“ (wie immer dieser Satz auch zu interpretieren ist). Mir reicht das, ich vertraue dem Display und bin sehr zufrieden.

Auch wenn das Display im Schnitt „nur“ mit einer angegebenen Helligkeit von 350 cd/m2 aufwarten will. Das „fühlt“ sich heller an und konkurriert schon mit den 500 cd/m2 meines MacBooks. Vor allem auch, weil die Helligkeit bei diesem Display meines Erachtens sehr gleichmäßig verteilt ist (was vor allem bei dessen Vorgänger, dem LG 39er nicht der Fall gewesen ist). Das ist ein wirklich verdammt angenehmes Arbeiten.

Dieser Monitor ist nach dem Einschalten sofort einsatzbereit und bedarf keinerlei Justage von Helligkeit, Farbe oder Kontrast – obwohl dies möglich ist.

IPS ist m.E. die edelste Variante für ein solch‘ großes Display, es eignet sich daher hervorragend für meinen Einsatzzweck.

Auflösung

5120×1440 sind echt schon eine Ansage. Genau genommen sind das zwei typische 27 Zöller in QHD nebeneinander, nur ohne störenden Balken in der Mitte. Mindestens mal Dell Ultrasharps wohlgemerkt, welche alleine mit im Schnitt EUR 400,00 für 27″ zu Buche schlagen. Für manche ist der fehlende Balken in der Mitte den zusätzlichen Aufpreis von EUR 400 nicht wert, manch‘ andere mag das gleich eine ganze Welt bedeuten: Nutzer eines Mac M1 Silicon Prozessor können im Moment nämlich nur einen einzigen Monitor mit dieser Auflösung ansteuern (egal welcher Größe), dafür aber souverän. Mein Kollege Dennis korrigiert mich gerade, es geht wohl doch mehr am M1, als ich ihm zutraue.

Ben Lovejoy von 9T5Mac schreibt, dass Apple den M1-Macs eine gewisse Problematik bei Ultrawide-Monitoren attestiert, welche ich persönlich nicht nachvollziehen kann (Link).

Ich will mal spezifizeren: Der Ultrasharp 49 will den M1 entweder am eigenen USB-C-Anschluss oder Displayport sprechen. Das integrierte HDMI geht nur bis 4K. Das Ist übrigens auch bei der USB-C-Dockingstation für mein Dienstgerät von Lenovo der Fall, jene deswegen jetzt überflüssig ist.

Das Endgerät muss wohl – sofern ich mich nicht verlesen habe – mindestens mal HDMI 2.0 (ohne A) für diese Auflösung unterstützen. Das ist bei der Hardware in meinem direkten Umfeld nur bei meinem Gamingrechner von Dell der Fall.

Abgesehen vom neuen LG und dem Philips-Panel gibt es sonst m.E. keinen Mitbewerber in dieser Auflösungsklasse. Die beiden Samsung und Asus wollen mit 3840×1080 auflösen, beides Monitore für völlig andere Einsatzzwecke (z.B. Gamer).

Anschlüsse

2x HDMI 2.0 10-Bit
1x Displayport-10 Bit
1x Displayport über USB-C 8-Bit (mit 90W PD)

Das alles bei 60 HZ für insgesamt 4 Bildeingänge. Dieser Monitor hat dazu ein weiteres Merkmal, welches konkurrenzlos ist: Einen integrierten, automatischen KVM für 3 Computer (1x via USB-C, 2x über 2 USB 3.0 Upstream-Eingänge). Letzteres bedeutet, ich kann mit dem Wechsel des Bildeingangs auch sofort die Peripherie umschalten.

Das erleichtert einiges, da bei mir neben meinem neuen Mac mini auch der Bürorechner und der Spielerechner angeschlossen sind.

Auf der USB-Eingangsseite befinden sich zusätzlich 3x USB 3.0 in der Nähe der Anschlußleiste und 2x USB 3.0 auf der linken, unteren Gehäuseseite des Monitors.

Unklar war auch vor dem Bezug des Monitors, ob USB-C tatsächlich Bild und Daten übertragen würde oder ob USB-C lediglich nur für Daten genutzt werden kann. Noch eines drauf: USB-C kann als USB Anschluss für einen der drei weiteren Bildeingänge genutzt werden, jedoch auch eigenständig (Bild und Daten) und dazu noch konfigurierbar mit/ohne PD für ein angeschlossenes Notebook.

Allerdings: USB-C ist in der Länge problematisch! Bei mir gelingt es nur mit einem USB-C Kabel (1,2 Meter) von einem LG-Monitor, die komplette Auflösung mit einem Thinkpad-Tablet oder einem MacBook zu betreiben. Ein von Amazon besorgtes Kabel der eigentlich sehr guten Marke „Cable-Tex“ führt hier zu Störungen, besonders bei Benutzung von USB-Peripherie oder Bildflackern. Ich habe noch kein Kabel gefunden, welches eine ausreichende Abschirmung und die notwendigen Features hat.

Der KVM allerdings ist für das Arbeiten so dermaßen superkomfortabel, dass ich das Feature nicht mehr missen möchte.

Schwer!

Wenn man den Platz des Monitors einmal gefunden hat, verrückt man den wirklich ungern. Während ich mir bei allen anderen Monitoren zuvor mit einer für Pivot drehbaren Standfuß behelfen konnte, geht dies bei diesem Monitor nicht. Das macht das Setup des Monitors – besonders bei 4 Bild- und 3 USB-Upstreams – zum hocheffektiven Training für die Bauchmuskeln.

Anmerkung: Erst hinterher finde ich heraus, dass ein Gieren um die Z-Achse aufgrund des integrierten Drehtellers im Monitorfuß wohl möglich ist, von mir aber übersehen wurde.

Ich musste mir aufgrund der drölfzig Kabel am Monitor schon mit einem iPad und dessen Kamera helfen, da ein Schrägstellen des Displays und damit ein etwas einfacheres Erreichen der Ports aufgrund des hohen Gewicht und der Kippgefahr nicht mehr möglich ist.

Damit hatte ich’s dann etwas einfacher, die Ports zu treffen. Ganze 4 Mal musste ich noch eines der Kabel herausholen oder neu verlegen und deswegen auch gleich den kompletten Schreibtisch verrücken, ursächlich bedingt durch das zuvor erwähnte USB-C-Problem.

Operations

Dell’s Monitore kommen in der Regel mit Dell’s Display Manager. Das Ding ist recht umfangreich und kann auch recht viel (z.B. logisches Splitten für den Window-Manager), ich brauche das aber seltener bis überhaupt nicht, in sofern ist es auch nicht schlimm, dass DDM nur für Windows nutzbar ist. Für die seltener notwendigen Einstellungen verlasse ich mich auf das Menü.

Das Menü ist für mich einfacher zu bedienen als das der Mitbewerber mit Joystick. Allerdings ist die deutsche Übersetzung in Teilen fragwürdig: Die Variable „Auf“ für den Featurepunkt „DDC/CI“ ist für mich in keinen logischen Schluss zu setzen. Erwähntes Feature ist im Moment für M1-Macs übrigens auch nicht nutzbar.

Man kann sich das Leben mit noch mehr Features erleichtern, kann’s aber auch lassen. Ich brauche das nicht. Das Menü ist für mich völlig ausreichend. Dazu kann ich mir 3 der 5 Tasten als Direktwahltaste belegen, ich habe die Eingangsquellen darauf konfiguriert.

Sonstige Features nicht vorhanden

Nein, es sind eben keine Lautsprecher im Monitor verbaut. Für mich ist das nicht weiter schlimm, ich würde sie nicht nutzen wollen. Über eine Webcam hätte ich mich allerdings schon gefreut. Nun ist dieser Monitor aus 2019. „Damals“ gab’s noch kein Covid und man konnte die besseren Webcams noch für unter 100 Euro erstehen.

Dimensionen/Packmaße/Zubehör

Der Monitor bringt ganze 1,22 Meter Breite und gut 17 Kilogramm auf die Waage. Inklusive Verpackung sind’s (im trockenen Zustand) dann gut 27 Kilo. Nicht selten passen solche Maße eben nicht auf die kleineren Homeoffice-Schreibtische. In sofern ist’s auch gut, dass Dell auf deren Supportseite sehr pedantisch alle Maße von allen Seiten in Millimetern erklärt:

Der Verpackungskarton ist – mit Verlaub – enorm und bekam schon ohne Inhalt gut 10 Kilogramm auf die Waage. Auch die Abmessungen der Verpackung sind enorm: 145x55x35 cm wollen transportiert werden.

Nach dem Aufklappen ist mit den nummerierten Fächern keine Frage offen. Dennoch liefert Dell einen Quick-Start-Guide mit, welcher noch einmal eindringlich erläutert, wie der Monitor zu montieren und aufzustellen ist. Aufgrund des enormen Eigengewichts ist das alles wohl auch notwendig. Alles macht Sinn. Auch jede einzelne Schutzfolie. Ich habe bislang noch nie einen so dermaßen gut verpackten Computermonitor gesehen.

Selbst wenn man nach dem „Hochschleppen“ über mehrere Stockwerke schwitzt, freut man sich schon beim Auspacken und befolgt die Anweisungen sehr gerne,

braucht allerdings auch Platz. Der Karton hat eben eine Länge von 1,50, faltet sich aus und verpackt noch einmal 2 Kartons in fast derselben Größe. Da kann die Raumgröße eines kleinen Arbeitszimmers schonmal knapp werden.

Das Zubehör selbst ist wohl äußerst sparsam. Ich hätte mir gewünscht, wenigstens 2x USB3-A/B Kabel im Lieferumfang zu sehen. Dabei sind lediglich

  • 1x USB-C-Kabel
  • 1x Kaltgeräteanschlusskabel
  • 1x Displayportkabel
  • 1x HDMI-Kabel
  • 1x USB-Kabel

Für die Anschlussfeatures (besonders den KVM) zu wenig. Das 50 cm kurze USB-C-Kabel ist nicht zeitgemäß. Heute sollte die Schirmung so gut sein, dass auch Kabel mit Längen von bis zu 1,5 Metern drin sind. Mitunter ist diese Problemlage auch eine Ursache für mein häufiges Ändern des Setups. Bei einem Monitor dieser Preisregion ist die zusätzliche Ausstattung mit Kabeln viel zu dünn, Dell. Wenigstens für den KVM hätten sie ausreichend Kabel beilegen können. Das muss wirklich besser werden.

Lieferung

Das Ding ist eher selten auf Lager. Selbst bei Dell war der Monitor ausverkauft und hatte dort eine Lieferzeit von über 9 Wochen. Zum Zeitpunkt meiner Bestellung konnten lt. den Preisvergleichsportalen lediglich 2 Händler liefern. Bei allen anderen, gelisteten Händlern war das Gerät ausverkauft. Das schien wohl Dauerzustand, denn beobachtet hatte ich das Gerät schon mindestens 2 Monate.

Für die Lieferung kann ich von einem Bezug über Cyberport oder Officepartner / 365Tageoffen dringend abraten. Beide sicherten zwar die Lieferung innerhalb von 1-2 Werktagen zu, konnten die aber „bei weitem“ nicht einhalten.

Cyberport war stets bemüht und „wollte“ den Monitor auf Lager haben, übersah aber, dass dem nicht so war. Aufgrund von wohl dauerhaft anhalten Prozessproblemen bei Cyberport (schon seit letztem Jahr, humanes- und IT- Kommunikationsproblem zwischen den Abteilungen Lager, Buchhaltung und Vertrieb), ist die Rückabwicklung eines einseitigen Handelsgeschäfts mit dem Händler mit Sitz in Dresden zudem äußerst problematisch.

365Tageoffen (Marke von Officepartner, Lagerist für Dell) liefert per DHL und nicht per DPD oder GLS. (!)Sperrgut(!), wohlgemerkt. Und wir alle wissen, wie problematisch Sperrgut bei DHL ist. Besonders, weil der Frachtweg über DHL Freight/Global Forwarding läuft und auch deshalb gerne mal Schaden nehmen kann. In sofern ist die extrem aufwändige Verpackung des Monitors deutlich erkennbar.

In meinem Fall bedeutete das eine Lieferzeit von gut 3 Wochen (Bestellt wurde am 3.12., versendet wurde am 7.12., geliefert wurde am 21.12.). Angegeben waren 2 Tage und ein allgemeiner Hinweis zu Covid. Ob das den Wettbewerb verletzt, müssen andere entscheiden. Ich halte das für eine Frechheit.

Ich würde für dieses Gerät sogar einen Bezug über Amazon empfehlen, wenn denn UPS oder DPD nicht verfügbar sind.

Fazit

Dell’s 49er ist eine Wohltat für die Augen und erleichtert das Arbeiten. Dieser Monitor ist in allen Dimensionen außergewöhnlich. Das IPS-Panel ist makellos. Helligkeit, Kontrast, Farbtreue, gleichmäßige Ausleuchtung und Blickwinkelstabilität sind extrem gut, das ist typisch für Dell’s Ultrasharp-Serie. In meinem Fall ist das Panel außerdem zu 100% frei von Fehlern.

Fehlende Webcam und Lautsprecher definieren hier eher die Zielgruppe denn das es ein Mangel sein könnte. Der integrierte KVM ist auch 2020 noch konkurrenzlos, allerdings wurde hier der kleine Finger gereicht und der Kunde wünscht gleich die ganze Hand: Ich wünschte mehr Displayport-Anschlüsse und auch 2 zusätzliche Upstream-Ports für den integrierten KVM.

60 Hz reichen für das Arbeiten und Kreativität in allen Disziplinen vollkommen aus. Einzig Spieler wollen eventuell auf VA- oder TN-Panels anderer Hersteller ausweichen.

Einziger, wirklicher Mangel: Dell’s Update Manager will den Monitor nicht automatisch mit Softwareupdates versorgen. Ein Firmwareupdate musste von Hand heruntergeladen werden.

Die Verfügbarkeit des Monitors ist problematisch, die von den Händlern in den Vergleichsportalen angegebenen Lieferzeiten sind gelogen.

Für meine Einsatzzwecke ist der Monitor ideal. Außerdem ist er ein idealer Begleiter für einen aktuellen M1, jener dieses riesige Panel mühelos antreibt.

Der U4919DW verbraucht bei meiner Konfiguration (Farbeinstellung und Helligkeit sind Werkseinstellung) 52 Watt.

In 12/2020 ist der Monitor im Handel für rund EUR 1100,00 zu bekommen.

Produktlinks:

Dell / Produktseite: (Link)
Dell / Supportseite: (Link)

Transparenzhinweis: Der Monitor wurde aus eigenen Mitteln bei „365tageoffen“ für EUR 1139,00 Euro inklusive Versand bezogen. Ich habe keine Zuschüsse erhalten. Dieser Bericht ist nicht mit Dell abgestimmt und auch nicht von Dell beauftragt. Der Bruttolistenpreis des Geräts beträgt lt. Dell EUR 1556,82. Die Lieferzeit bei Dell ist höher als 1 Monat.